Tarifrunde ÖD 2020

    Interview mit der stellv. ver.di-Vorsitzenden Christine Behle

    Das Verhandlungsergebnis: "Maximum rausgeholt"

    In den zurückliegenden vier Tagen war die ver.di-Verhandlungsführung nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Das Engagement hat sich gelohnt. „Das Ergebnis ist das, was wir rausholen konnten unter diesen Bedingungen“, sagt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Sie ist im ver.di-Bundesvorstand unter anderem für die Beschäftigten von Bund und Kommunen zuständig.

    Die vier Tage seien hart gewesen, die Gewerkschaften hätten um jedes einzelne Detail ringen müssen. Die Arbeitgeber hätten an ihrem schlechten Angebot festhalten wollen. Doch ver.di sei es gelungen, deutliche Verbesserungen für Beschäftigte mit unteren und mittleren Einkommen zu erreichen. Auch die Aufwertung von Gesundheits- und Pflegeberufen seien ein guter und wichtiger Schritt.

    Auch der Kampf um den Erhalt der Entgeltgruppen sei anstrengend gewesen. Immer wieder hätten die Arbeitgeber versucht, Arbeitsvorgänge in Einzelteile zu zerlegen, um so niedrigere Eingruppierungen möglich zu machen. „Die Pandemie hat unsere Durchsetzungskraft reduziert, die wirtschaftliche Situation hat sich verschlechtert“, beschreibt Behle die Rahmenbedingungen. Da hätte ver.di ein Maximum rausgeholt.