Kongress 2017

    Dokumentation Workshops

    Dokumentation Workshops

    Workshop Teilnehmerinnen und Teilnehmer Charles Yunck Workshop Teilnehmerinnen und Teilnehmer

    Mobilität der Zukunft – ökologisch und sozial „smarte“ Verkehrsangebote

    Immer mehr Menschen fahren immer weitere Strecken, um von Zuhause zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Nicht zuletzt der „Diesel-Skandal“ hat die Aufmerksamkeit auf die Luftverschmutzung der Innenstädte gerichtet. Von der Straße auf Bus, Tram oder Fahrrad umsteigen, der Anspruch ist leicht formuliert, holpert aber, wenn die Angebote an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeigehen.

    Über Mobilitätskonzepte und Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr diskutierten:
    Alexander Handschuh, Deutscher Städte- und Gemeindebund
    Harald Kraus, Betriebsratsvorsitzender der Kölner Verkehrsbetriebe

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer Charles Yunck Teilnehmerinnen und Teilnehmer

    Zugang zu Online-Diensten für alle. Inklusion und Barrierefreiheit sichern.

    Mit Online-Portalen und -Terminvergabe werden immer mehr Angebote der öffentlichen Verwaltung auf elektronischem Weg angeboten. Das ist praktisch, aber auch voraussetzungsvoll. Wie müssen diese Angebote gestaltet werden, damit Menschen mit Behinderungen sie nutzen können? Wie müssen diese Angebote gestaltet werden, dass auch Menschen darauf zugreifen können, die zuhause über keinen Computer und über keinen Internetzugang verfügen?

    Darüber diskutierten mit den Teilnehmenden:
    Lucie Pötter-Brandt, ver.di, Bundesarbeitskreis Behindertenpolitik
    Detlev Girke, BITVconsult
    Moderation: Sabine Schwarz, Land Berlin, Hauptschwerbehindertenvertretung

    Workshop Charles Yunck Workshop

    Immer schneller, immer dichter, immer länger? Arbeitszeit und Arbeitsintensität

    Sowohl die Gesundheit und die Zufriedenheit der Beschäftigten als auch die Qualität der Dienstleistung können beeinträchtigt werden, wenn vereinbarte Arbeitszeiten und Leistungsan-forderungen miteinander kollidieren – Studien zeigen: für 40 Prozent aller Beschäftigten in Öffentlichen Verwaltungen ist dies Realität.
    Wo liegen Ansatzpunkte für eine Arbeitszeitgestaltung im Sinne Guter Arbeit, die die neuen Möglichkeiten im Zuge des digitalen Wandels einbezieht und die Wünsche und Anforderungen der Beschäftigten zum Ausgangspunkt nimmt? Worauf kann aufgebaut, wo muss nachgeschärft werden?

    Diesen Fragen wurden im Workshop diskutiert und mit Impulsen angeleitet von:
    Astrid Schmidt, ver.di, Innovation und Gute Arbeit
    Ronny Keller, ver.di, Fachbereich Gemeinden, Tarifkoordination
    Moderation: Roland Hornauer, ver.di, Bundesfachbereichsvorstand Gemeinden & AG Digitalisierung

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Home Office und Mobile Arbeit mit Dienstvereinbarungen gestalten

    Von Zuhause oder unterwegs arbeiten und damit Arbeit und das Leben besser gestalten, das ist eine Hoffnung, die viele mit mobilem Arbeiten verbinden. Doch auch erhöhter Druck kann mit dieser Arbeitsform verbunden sein. Mobile Arbeit ist nicht immer mit Selbstbestimmung verbunden – oft werden die Einsatzorte und -zeiten allein vom Arbeit- oder Auftraggeber vorgegeben. Auch mobile Arbeit, die arbeitszeitverlängernd wirkt, wird kaum als „befreiend“ empfunden. Neue Steuerungs- und Regelungsformen sind gefragt. Der Workshop wurde an beiden Tagen durchgeführt. Hier stellten Personalräte von ihnen abgeschlossene Dienstvereinbarungen vor.

    Impulse für die Diskussionen kamen von:
    Tanja Witzke, GPR der Landeshauptstadt Hannover
    Olaf Häfker, Landeshauptstadt Hannover, Leiter Organisationsentwicklung
    Ulli Binder, PR JobCenter Saarbrücken
    Axel Feist, ver.di-Betriebsgruppe Dataport, Vertrauensleutesprecher
    Andreas König, ver.di-Projekt prentimo
    Jochen Penke, ver.di, Landesbezirk Nord
    Moderation: Frank Dethlefsen, AG Digitalisierung FB Gemeinden, PR der Stadt Köln

    Workshop Charles Yunck Workshop

    Erste Hilfe für Personalräte bei der IT-Einführung

    Bei der Einführung von IT-Systemen – auch Software! – greift die Mitbestimmung. Doch wie sieht dieser Mitbestimmungsprozess aus? Welche Meilensteine der Mitbestimmung gilt es einzufordern? Wie kann eine Vereinbarung über den Einführungsprozess aussehen?

    Diese und andere Fragen werden Gegenstand der Diskussion im Workshop sein, der geleitet wurde von:
    Frank Steinwender, Technologieberatungsstelle Nordrhein-Westfalen

    Workshop Charles Yunck Workshop

    Gute digitale Arbeit braucht guten Arbeitnehmerdatenschutz

    „Selbst darüber zu bestimmen, wer zu welchem Zweck und Zeitpunkt über welche Daten über die eigene Person verfügt – dies muss ein prägender Gestaltungsansatz für den Schutz der Persönlichkeitsrechte auch im Berufsleben bleiben.“ Wie dieser Anspruch, der vom ver.di-Bundeskongress 2015 als Handlungsmaxime beschlossen wurde, in der betrieblichen Praxis realisiert werden kann, ist Gegenstand des Workshops.

    Mit Impulsreferaten wurde die Diskussion angeleitet von:
    Karl-Heinz Brandl, ver.di, Leiter Bereich Innovation und Gute Arbeit
    Wolfgang Fieger, AOK Bayern, GPR-Vorsitzender
    Moderation: Barbara Susec, ver.di, Bereich Innovation und Gute Arbeit

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung am Beispiel von Bürgerämtern – Erste Ergebnisse einer Studie der Universitäten Potsdam und Bochum

    In den Städten und Landkreisen werden zunehmend auch elektronische Angebote für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Wirtschaftsunternehmen bereitgestellt. Angebote wie elektronische Terminvereinbarung und Nutzung von Online-Formularen verändern die Arbeit in den Bürgerämtern. In dem Themenforum wurden erste Ergebnisse einer im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführten Studie vorgestellt.

    Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierten:
    Christian Schwab, M.A., Mag. rer. publ., Universität Potsdam
    Katharina Lang, ver.di, Bundesfachbereichsvorstand Gemeinden
    Mark Gierling, GPR Düsseldorf
    Moderation: Martin Nees, ver.di, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Smarte urbane Dienstleistungen

    Smarte urbane Dienstleistungen stehen im Zentrum verschiedenster Konzepte der „Smart City“. Sie sind zudem Gegenstand einer vordringlichen Maßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die unter anderem vom Fraunhofer IAO und der input consulting durchgeführt werden. Im Workshop wurde Einblick in den aktuellen Forschungsstand gegeben und Trends und Gestaltungsanforderungen diskutiert.

    Ines Roth, input consulting, Stuttgart
    Dr. Bernd Bienzeisler, Urban Delivery Systems, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart
    Annette Mühlberg, ver.di, Leiterin Projektgruppe Digitalisierung
    Moderation: Michael Fischer, ver.di, Leiter Politik und Planung

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Digitalisierung und Arbeitsqualität: Zukunftssicherung

    ver.di hat in den letzten Jahren zahlreiche Vorschläge gemacht und Aktivitäten entwickelt, Digitalisierungsprozesse in der Arbeitswelt zu gestalten. Auch zu Fragen der Beschäftigungs- und Zukunftssicherung hat ver.di Forderungen aufgestellt und tarifvertragliche sowie betriebliche Regelungen abgeschlossen. Wie mit Blick auf dieses Thema die Arbeitsqualität verbessert werden kann, steht im Fokus des Workshops.

    Den Einstieg in die Diskussion gestalteten:
    Dr. Nadine Müller, ver.di, Bereich Innovation und Gute Arbeit
    Kerstin Jerchel, ver.di, Leiterin Bereich Mitbestimmung
    Thorsten Schnalle, Personalrat der Landeshauptstadt Hannover
    Moderation: Sarah Sahl, ver.di, Bildungszentrum Bielefeld

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Elektronische Aktenführung – Handlungsbedarfe der Personalräte

    Die Aktenführung der öffentlichen Verwaltungen und der Sozialversicherungsträger wird nach und nach auf elektronische Dokumentenmanagementsysteme umgestellt. Diese – kurz oft „E-Akte“ genannte – Verarbeitungsform von Daten verändert bisherige Abläufe. Sie erleichtert etwas – das Tragen dicker Handakten entfällt –, und ist im Umgang doch mit neuen Erschwernissen und Schwierigkeiten verbunden wie etwa Arbeitsverdichtung, Entscheidungsverengung, Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten. Im Workshop werden gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.

    Die Diskussion wurde mit einem Impulsreferat angeleitet von:
    Uwe Lehmensiek, PR Jobcenter Region Hannover
    Moderation: Rolf Behrens, ver.di, Fachbereich Sozialversicherung

    Einsatz von Geo-Ortungstechnik (GPS) und digitalen (Video-)Technologien gestalten

    Videoüberwachung ist im öffentlichen Raum auf dem Vormarsch und soll mit immer feineren Technologien (Gesichtserkennung) immer breiter eingesetzt werden. Auch im öffentlichen Personennahverkehr, wo mit dem Einsatz die Hemmschwelle erhöht werden soll, Gewalt gegen Fahrerinnen, Fahrer und Fahrgäste auszuüben - und das Ergreifen von Tatverdächtigen ermöglicht werden soll, wenn es doch zu einer Tätlichkeit kommt. Die Kameras erfassen dabei teilweise auch die Beschäftigten während ihrer Arbeit. Auch Ortungstechnik wie GPS ist in einer Vielzahl von Geräten eingebaut, die als Arbeitsmittel auch im öffentlichen Dienst eingesetzt werden. Um Verstöße gegen die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten auszuschließen, muss die Initiative ergriffen werden.

    Beispiele, in denen mithilfe von ver.di Dienstvereinbarungen abgeschlossen wurden, wurden in diesem Workshop vorgestellt und diskutiert von:
    Reinhard Brett, Städtische Abfallbetriebe Magdeburg, Personalratsvorsitzender
    Rainer Weber, Regiobus Hannover GmbH, Betriebsratsvorsitzender
    Moderation: Martin Beckmann, ver.di, Politik und Planung

    Workshop Kay Herschelmann Workshop

    Durch Digitalisierung zu Vereinheitlichung und Zentralisierung?

    Der Digitalisierungsprozess in der Bundesverwaltung wird energisch vorangetrieben. Mit dem Aufbau des ITZ-Bund werden große Verarbeitungskapazitäten zusammengefasst und Leistungsangebote standardisiert. Gleichzeitig setzen Bund und Länder im IT-Planungsrat auf einheitliche Verwaltungsstandards in der digitalen Verarbeitung. Mit dem Onlinezugangsgesetz wurde die Möglichkeit geschaffen, die Verwaltungshoheit der Länder und der Kommunen im Bereich der onlinegestützten Verwaltung einzuschränken. Zugleich laufen Mitbestimmungsverfahren leer, weil Entscheidungen zentral gefasst und dezentral
    nur noch umgesetzt werden. Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger, den öffentlichen Dienst und dessen Beschäftigte?

    Impulse für die Diskussion gaben:
    Kai Müller, HPR des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
    Bernhard Schmidt, HPR des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Vorsitzender
    Arno Graff, HPR des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
    Martina Kirstan, HPR Land
    Moderation: Nils Kammradt, ver.di Bundesbeamtensekretär und Bereichsleiter Bund + Länder