Corona

    Erzieherinnen und vielen anderen gebührt bestmöglicher Schutz

    Corona-Schutzimpfung

    Covid-19: Schutz der Beschäftigten muss Vorrang haben

    Arbeiten in Zeiten von Corona

    Berlin, 9. November 2020 – Mit der zweiten Corona-Welle und dem anhaltend steigenden Infektionsgeschehen rücken die Beschäftigten in den sogenannten systemrelevanten Berufen wieder in den Fokus. Vor allem sie bedürfen des besonderen Schutzes vor Covid-19. Angesichts der heute vorgestellten Empfehlungen für eine Priorisierung von Corona-Schutzimpfungen, die mehrere Institutionen im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet haben, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, es sei richtig, dass Risikogruppen und Beschäftigte, die in Bereichen der Daseinsvorsorge Schlüsselfunktionen innehätten, möglichst frühzeitig eine Impfung erhalten.

    „Bei einer Abwägung, muss neben denjenigen, die ein hohes Risiko für einen schweren Infektionsverlauf tragen, auch besonders auf diejenigen geschaut werden, deren Arbeit ein hohes Risiko birgt.“

    Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender

    Anders als in vielen anderen Arbeitsbereichen könnten die pädagogischen Fachkräfte an Kindertageseinrichtungen und Schulen die zentralen Infektionsschutzmaßnahmen wie Abstandsgebot oder Mund-Nasen-Bedeckung oft gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Mit den Entscheidungen zum Lockdown, Kitas und Schulen offenzuhalten, sei die Bedeutung dieser Arbeitsbereiche nochmals deutlich geworden. Die Beschäftigten dort unterstützen zum Teil unter äußerst schwierigen Bedingungen die Bildung der Kinder. „Ihnen gebührt bestmöglicher Schutz“, sagte Werneke. Dieser Schutz sei jedoch vielfach immer noch nicht gegeben. Daher werde gerade älteren Beschäftigten oder solchen mit Vorerkrankungen erhebliche Risiken aufgebürdet.

    Auch Medienschaffende müssen besser geschützt werden

    Das zurückliegende Wochenende hat aber auch deutlich gemacht, in welch hohem Maße Journalistinnen und Journalisten dem Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 und anderer Gefahren ausgesetzt sind. Angesichts der Übergriffe gegen Journalist*innen im Umfeld sogenannter Querdenker-Demos wie zuletzt am 7. November mit rund 20.000 Teilnehmenden fordert ver.di die Polizei auf, Medienvertreterinnen und -vertreter deutlich besser zu schützen und die Pressefreiheit durchzusetzen.

    Nicht nur werden auf diesen Demonstrationen meistens keine Masken getragen und kein genügender Abstand gehalten, vor allem auch die Angriffe auf Medienschaffende während der Demos häufen sich. Besonders bedenklich ist die Lage zuletzt in Leipzig gewesen. „Angesichts des absehbar problematischen Umfelds und der massiven Mobilisierung in rechtsextremen Kreisen hätten die Sicherheitskräfte vorbereitet sein müssen. Dies war offensichtlich nicht der Fall“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Dieser gefährlichen Entwicklung müsse zum Schutz der Medienschaffenden Einhalt geboten werden. „Demokratie und Pressefreiheit müssen an Ort und Stelle durchgesetzt und die Pressevertreterinnen und -vertreter endlich wirksam vor Übergriffen geschützt werden“, fordert Schmitz.

    Inzwischen gelten in allen Supermärkten in Deutschland strenge Hygienevorschriften für die Beschäftigten und Kund*innen dpa Auch im Handel sind die Beschäftigten einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Längst gelten in allen Supermärkten in Deutschland strenge Hygienevorschriften für die Beschäftigten und Kund*innen