Arbeit

    Wellpappewerk entlässt Beschäftigte

    Wellpappewerk entlässt Beschäftigte

    Ende Januar erhalten die rund 30 Beschäftigten der Panther Wellpappen Service GmbH in Tornesch (Schleswig-Holstein) die Kündigung. Das Werk wird geschlossen. Pleite ist das Unternehmen jedoch nicht. Vielmehr haben hohe öffentliche Mittel den Betrieb an einen anderen Standort gelockt: Erst im vergangenen Jahr wurde in Wustermark (Brandenburg) ein neues Werk eröffnet – mit drei Millionen Euro Subventionen. Die Aufträge aus Schleswig-Holstein zog der Arbeitgeber nach Brandenburg ab. „Das ist Raubtierkapitalismus“, stellt der Drucker Peter Tiedemann fest. Die Beschäftigten in Tornesch wurden bisher nach Tarif bezahlt, der Betrieb in Brandenburg ist nicht tarifgebunden.

     

    Nach massiven Protesten haben die Beschäftigten erreicht, dass ihre Abfindungen beim dritten Termin der Einigungsstelle erhöht wurden. Insgesamt stehen dafür jetzt 900.000 Euro zur Verfügung. Dennoch ist das für die Betroffenen ein bitterer Sieg: Fast alle arbeiten seit Jahrzehnten für das Unternehmen und sind zwischen 40 und 50. Ihre Chancen, einen neuen, vergleichbaren Arbeitsplatz zu bekommen, stehen schlecht.

    Bei Panther Wellpappen werden Kartons bedruckt, unter anderem die Weinkartons, die später beim Discounter im Regal stehen. Zu den Kunden zählten aber auch der Bierproduzent Heinecken oder Mercedes Benz.

    Text: Silke Leuckfeld

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