Arbeit

    Deutscher Personalräte-Preis

    Zwei Preise gehen nach Nürnberg

    Gleich zwei Preise gingen nach Nürnberg Simone M.Neumann Der Gesamtpersonalrat der Stadt Nürnberg freut sich mit der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Christine Behle (Mitte) über den Deutschen Personalrätepreis in Gold

    3.11.2021 – Doppelte Freude bei der Stadt Nürnberg: Beim Deutschen Personalräte-Preis waren gleich zwei Interessenvertretungen der Stadtverwaltung erfolgreich. Den Preis in Gold sicherte sich der Gesamtpersonalrat. Mit einer Rahmendienstvereinbarung setzt er ein klares Signal für eine gewaltfreie Stadtverwaltung. Im Zentrum steht dabei der Schutz der Beschäftigten – vor Beleidigungen, Pöbelei, Anfeindungen in den sozialen Medien und zum Teil massiver körperlicher Gewaltanwendung. 

    „Das Projekt zeigt Durchsetzungsstärke, aber auch ein feines Gefühl für gesellschaftliche Notwendigkeiten."

    Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende

    Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle verwies in ihrer Laudatio auf die Impulse der DGB-Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“. Dem Gesamtpersonalrat sei es gelungen, wichtige und praxistaugliche Regelungen zu treffen für eine gewaltfreie Stadtverwaltung. „Das Projekt zeigt Durchsetzungsstärke, aber auch ein feines Gefühl für gesellschaftliche Notwendigkeiten", sagte sie.

    Alle Azubis werden übernommen

    Den zweiten Erfolg für die fränkische Metropole sicherte die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) der Stadt. Sie bekam den Sonderpreis der DGB-Jugend, denn sie hat durchgesetzt, dass ab 2023 alle Azubis übernommen werden. Außerdem wurde die GJAV der AOK Baden-Württemberg mit diesem Sonderpreis geehrt, denn die Azubis bekommen dank ihres Einsatzes jetzt alle Reisekosten zu 100 Prozent erstattet.

    Ein respektvolles Miteinander ist notwendig. Dafür gab es den Deutschen Personalrätepreis in Silber Simone M.Neumannm Der Silberpreis geht an den Gesamtpersonalrat der Stadt Frankfurt/Main

    Über den Deutschen Personalrätepreis in Silber freute sich der Gesamtpersonalrat der Stadt Frankfurt am Main. Mit dem Projekt „AnStadt INTOLERANZ“ zeigen die Kollege*innen, wie notwendig ein respektvoller Umgang ist. Das ist ein klares Bekenntnis für eine Kultur des Miteinanders. Der Bronzepreis ging an den Hauptpersonalrat der Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin. Er schafft mit seinem ausgezeichneten Projekt Transparenz für von Diskriminierungsbeschwerden betroffene Beschäftigte.

    Ein weiterer Preis wurde in der Kategorie Schwerbehindertenvertretung (SBV) vergeben. Ausgezeichnet damit wurde der Medizinische Dienst Bayern für eine umfassende Inklusionsvereinbarung für behinderte Beschäftigte. Sie regelt viele Punkte, von der Einstellung bis zur Barrierefreiheit. Die Preise wurden im Rahmen des Schöneberger Forums verliehen.

    Mehr Infos zu allen Projekten 

    Der Deutsche Personalrätepreis

    Der Deutsche Personalräte-Preis ist eine Initiative der Fachzeitschrift „Der Personalrat“. Die Auszeichnung würdigt seit 2010 die beispielhafte Arbeit und herausragende Projekte von Interessenvertretungen im öffentlichen Dienst. Preiswürdig sind Initiativen, die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsumfeld oder soziale Regelungen für die Beschäftigten verbessern.

    Der Preis wird auch im kommenden Jahr wieder verliehen. Bewerbungen sind schon jetzt online möglich.

    Das Berliner Projekt schafft Transparenz für von Diskriminierungsbeschwerden betroffene Beschäftigte Simone M.Neumannm Der Hauptpersonalrat der Behörden, Gerichte und nichtrechtsfähigen Anstalten des Landes Berlin erhält die Auszeichnung in Bronze.

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