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    ver.di ist für Azubis da

    Jetzt ist Ausbildungsstart und was du dazu wissen solltest

    31. Juli 2019 | Anfang August beginnen viele Jugendliche ihre Berufsausbildung. Zum Ausbildungsstart haben sie häufig Fragen, wie: Wer regelt, wann und wo gearbeitet werden muss? Sind Überstunden erlaubt? Und was ist, wenn es einfach nicht passt – kann man dann den Ausbildungsplatz wechseln? Falls es Fragen oder Unklarheiten gibt, können sich Auszubildende bei ihrer Gewerkschaft beraten lassen. ver.di ist für sie da.

    Dein Start in die Ausbildung stockpics/Fotolia Dein Start in die Ausbildung


    Häufige Fragen und Antworten

    Was heißt Probezeit?
    Die Probezeit dauert ein bis maximal vier Monate und dient zum gegenseitigen Kennenlernen. Während dieser Zeit können sowohl Auszubildende als auch der Betrieb von heute auf morgen und ohne Begründung das Ausbildungsverhältnis kündigen. Die Kündigung muss aber trotzdem schriftlich erfolgen.

    Können Auszubildende den Ausbildungsplatz wechseln?
    Auszubildende können kündigen oder einen Aufhebungsvertrag mit dem Betrieb vereinbaren und ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen. Wenn der bisherige Betrieb aber nicht einverstanden ist, brauchen Auszubildende einen gravierenden Grund für eine fristlose Kündigung. Auszubildende sollten erst kündigen, wenn sie einen neuen Betrieb gefunden haben, der sie übernimmt!

    Was ist mit Urlaub?
    Wie viel Urlaub Auszubildenden pro Jahr zusteht, kann man im Ausbildungsvertrag und im einschlägigen Tarifvertrag nachlesen. Auszubildende nehmen ihren Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr, mindestens zwei Wochen des Urlaubs müssen am Stück gewährt werden. Es empfiehlt sich, frühzeitig einen schriftlichen Urlaubsantrag zu stellen. Der Arbeitgeber muss dann innerhalb eines Monats antworten.

    Wie viel Vergütung steht Auszubildenden zu?
    Die Ausbildungsvergütung ist für viele Auszubildende in Tarifverträgen festgelegt. Aber auch wenn kein Tarifvertrag gilt, muss die Vergütung angemessen sein.

    Müssen Auszubildende Überstunden machen?
    Überstunden sind in der Ausbildung grundsätzlich nicht vorgesehen, da die Auszubildenden im Betrieb ihren Beruf erlernen sollen. Dazu reicht die vertraglich festgelegte Ausbildungszeit aus. Sollte es zu Ausnahmefällen kommen, dann gelten das Arbeitszeitgesetz und das Jugendarbeitsschutzgesetz.

    Welche finanziellen Hilfen gibt es?
    Auszubildende können bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, wenn das Geld nicht reicht. Eltern von Auszubildenden unter 25 Jahren erhalten außerdem weiterhin Kindergeld, solange ihr Kind eine Ausbildung absolviert. Wenn der Auszubildende nicht mehr zu Hause wohnt und den Eltern keine Kosten durch ihn entstehen, müssen die Eltern ihm das Kindergeld auszahlen.

    Wo bekommen Auszubildende weitere Informationen zum Ausbildungsstart?
    Zum Beispiel auf den Seiten der ver.di-Jugend: https://jugend.verdi.de
    Oder hier im Ausbildungsinfo-Portal: https://www.ausbildung.info
     

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