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    Die US-amerikanischen Gewerkschaften und die Regierung Trump

    06.03.2019, 18:00 – 20:00ver.di-Haus, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

    Die US-amerikanischen Gewerkschaften und die Regierung Trump

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    Die Gewerkschaften in den USA stehen nicht gut da, nur noch 10,5 Prozent der Beschäftigten sind Mitglied einer Gewerkschaft. Ihr Verhältnis zur Trump-Regierung ist widersprüchlich. Die Baugewerkschaften versprechen sich viel davon, sich mit der Trump-Regierung gut zu stellen, die Automobilarbeitergewerkschaft geht einen Mittelweg und kritisiert Trump wegen seiner Politik gegenüber Migranten, erhofft sich aber auch neue Arbeitsplätze durch die ‚America first‘-Politik. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hingegen setzen auf Konfrontation und konnten teilweise, wie jüngst die Lehrergewerkschaften mit einem Streik in Los Angeles, sogar tarifpolitische Erfolge erzielen.

    Während die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen wie Arbeitslosigkeit und Inflation gut aussehen, bescheinigt die OECD den USA eine hohe soziale und ökonomische Ungleichheit. Trump nutzt den tief verankerten Rassismus, um Stimmen für die Republikaner zu sammeln. Die Midterm-Wahlen haben den Demokraten eine erwartete Mehrheit im Repräsentantenhaus beschert, gleichzeitig konnten die Republikaner ihre Mehrheit im Senat ausbauen.

    Wie nachhaltig ist es der Trump-Regierung gelungen, die innenpolitische Agenda zu verändern? Auf welche Kräfte kann sich Trump stützen? Wie bereiten sich die Demokraten auf den anstehenden Präsidentschaftswahlkampf vor? Und wie positionieren sich die Gewerkschaften dabei?

    Über die aktuelle Lage in den USA und die Rolle der Gewerkschaften informiert Hermann Nehls (DGB Bundesvorstand, Bereich Migrations- und Antirassismuspolitik), der von 2014 bis 2017 als Sozialreferent an der Deutschen Botschaft in Washington gearbeitet hat.

    Um Anmeldung wird gebeten: sichtweisen@verdi.de