Fragen & Antworten

    Sind Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn für Tätigkeiten …

    Sind Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn für Tätigkeiten geregelt?

    Der Gesetzgeber hat eine Ausnahme für ZeitungszustellerInnen festgelegt. Sie haben ab 01. Januar 2015 mindestens Anspruch auf 75 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns (6,38 Euro) und ab 01. Januar 2016 auf 85 Prozent (7,23 Euro). Ab 01. Januar 2017 erhalten dann auch sie mindestens 8,50 Euro pro Stunde.

    Erst ab 2018 bekommen die ZeitungszustellerInnen den Mindestlohn, der in der Zwischenzeit von der Mindestlohnkommission beschlossen werden wird. Was bedeutet das? Die Kommission wird bereits 2016 Vorschläge für eine Anhebung des Mindestlohns zum 01. Januar 2017 unterbreiten. Dieser höhere Mindestlohn kommt den ZeitungszustellerInnen erst 2018 zu Gute, da sie in Stufen bis 2017 an die 8,50 Euro herangeführt werden. Ab 2018 gilt dann der einheitliche Mindestlohn für alle.

    Gerade ZeitungszustellerInnen werden häufig nach Stücklohn bezahlt. Dieser muss künftig in einen Stundenlohn umgewandelt werden. Dafür müssen die Arbeitgeber eine angemessene Anzahl der ausgetragenen Zeitungen pro Stunde definieren.