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    Hessen

    Landesbezirksleitung im Amt bestätigt

    08.03.2019 

    Der Landesbezirksleiter von ver.di Hessen, Jürgen Bothner, geht in seine fünfte Amtszeit. Bei der 5.ver.di-Landesbezirkskonferenz in Seeheim-Jugenheim wurde Bothner mit 67 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

    In seiner Rede forderte Jürgen Bothner die Aufwertung der Arbeit mit und an den Menschen. Die gesellschaftliche Bedeutung sozialer Berufe werde nicht ausreichend anerkannt. Vor dem Hintergrund des internationalen Frauentags heute sagte er: „Wenn wir über Löhne und Gehälter sprechen, dann hängen zwei Aspekte unmittelbar zusammen: Frauen verdienen immer noch weniger als Männer und soziale Dienstleistungsarbeit wird immer noch schlechter bezahlt als Industriearbeit.“

    Bothner ging auch auf die Bedeutung von Solidarität und Zusammenhalt ein. Nur durch ein starkes Miteinander würden Gewerkschaften in Tarifauseinandersetzungen durchsetzungsfähig. Bothner rief die Delegierten dazu auf, politisch gegen erstarkende rechte Gruppierungen zusammen zu stehen, beispielsweise gegen die AfD. „Sie propagieren ein Zurück in den Mief der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie stellen emanzipatorische und sozialpolitische Erfolge in Frage, sie schüren Angst, sie säen Hass und sie provozieren Gewalt. Das dürfen wir nicht zulassen.“

    Auch die beiden stellvertretenden Landesbezirksleiterinnen, Cornelia Kröll und Angelika Kappe wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kröll bekam 69, Kappe 96 Prozent der Stimmen.
     Auch das ehrenamtliche Leitungsgremium, der Landesbezirksvorstand, wurde neu gewählt. Dabei gibt es viele neue Gesichter. Fast die Hälfte der 38 Vorstandsmitglieder ist neu im Gremium.

    Der DGB-Vorsitzende von Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, hatte zu Beginn der Konferenz gefordert, die Grundrente jetzt zügig einzuführen, und zwar ohne Bedürftigkeitsprüfung. „Denn 75 Prozent derjenigen, die sie bekommen, sind Frauen. Es geht um ihre Lebensleistung und ein würdevolles Leben im Alter.“

    Die Vorsitzende des Landesfrauenrats von ver.di Hessen, Mathilde Meyer, wies darauf hin, dass die jahrzehntelang am internationalen Frauentag erhobenen Forderungen nichts an Brisanz verloren haben. Bis heute sei gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht selbstverständlich. „Für Frauen sind die Hürden noch immer höher. Sie müssen immer noch mehr leisten, um das gleiche zu erreichen wie Männer.“

    Zum Abschluss des ersten Konferenztages hielt der scheidende ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske eine Grundsatzrede.

    Die Landesbezirkskonferenz mit 119 Delegierten war am Vormittag im südhessischen Seeheim-Jugenheim gestartet.

    Der zweite Konferenztag steht im Zeichen der Antragsberatung. Den Delegierten liegen 264 Anträge zur Beratung vor. Inhaltliche Schwerpunkte sind Wohnungspolitik, Abschaffung befristeter Arbeitsverhältnisse, Rente und Maßnahmen gegen Altersarmut.

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