Landespressemitteilungen

    Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

    15.04.2019

    Tarifrunde Bankgewerbe

    Nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes am 11. April 2019 ohne Ergebnis blieb, vertagten sich die Verhandlungspartner auf den 20. Mai. Die Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber weiterhin zurück, ebenso die Forderung nach sechs Gesundheits- und Entlastungstagen. Das Gehaltsangebot der Arbeitgeber von weniger als 1 Prozent pro Jahr wies ver.di entschieden zurück. Das Angebot besteht aus einer Erhöhung der Gehälter in drei Schritten: Nach sechs Nullmonaten in 2019, soll eine Erhöhung um 1,4 Prozent ab dem 1. August 2019 sowie jeweils 1 Prozent ab dem 1. August 2020 und 1. August 2021 bei einer Laufzeit von 36 Monaten erfolgen.

    Zu den aktuellen Fusionsphantasien zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank äußert sich der Fachbereichsleiter für den Bereich der Finanzdienstleistungen, Marcus Borck, wie folgt: „Wir als Gewerkschaft lehnen zusammen mit den Betriebsrätinnen, den Arbeitnehmervertreterinnen in den Aufsichtsräten und den Beschäftigten diese Fusion ab. Hier geht es um zehntausende Arbeitsplätze, die vernichtet werden sollen“.

    Die Beschäftigten beider Institute haben neben den andauernden Umstrukturierungen bereits harte Fusionen erlebt. In der Regel wurden dabei nur die Kosteneinsparungen und der Arbeitsplatzabbau mit Hochdruck realisiert.

    Beschäftigte der Commerzbank Dresden und der SAB – Sächsische Aufbau- und Förderbank zeigen am 16.04.2019 ab 12 Uhr im Rahmen einer aktiven Mittagspause vor dem Deutschen Hygienemuseum, Lingner Platz 1 in Dresden, was sie von der Haltung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde halten.

    ver.di Forderungen in der Tarifrunde
    ver.di fordert 6 Prozent mehr Gehalt, für Auszubildende eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen.
    Darüber hinaus fordert ver.di sechs Gesundheits- und Entlastungstage und verbindliche Weiterbildungsregelungen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 20. Mai 2019 in Wiesbaden statt.

     

    Jörg Förster
    Pressesprecher
    ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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