Landespressemitteilungen

    Nordrhein-Westfalen

    05.04.2019

    Tarifrunde Banken

    Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Arbeitgeberangebot: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Bankbeschäftige vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April 2019 an verschiedenen Orten und Tagen in NRW zu Warnstreiks auf.

    Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken.

    Nach den Warnstreiks am 05. April im Münsterland, Emsland, sowie in Ostwestfalen/Lippe und Osnabrück ruft ver.di NRW auch für die kommende Woche zu Warnstreiks auf.

    Roman Eberle, bei ver.di in NRW für das Bankgewerbe verantwortlich: „Mit weiteren Streiks diese Woche wollen wir ein Zeichen für die am Donnerstag stattfindende dritte Verhandlungsrunde setzen.“

    Zwischen dem 08. und 11. April kommt es NRW-weit zu weiteren, umfangreichen Streikmaßnahmen.

    ver.di fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

    Hinweis: Bei der ver.di-Kundgebung am 09. April in Dortmund ist auch Stefan Wittmann anwesend, bei ver.di bundesweit zuständig für die Commerzbank.

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