Landespressemitteilungen

    Nordrhein-Westfalen

    ver.di streikt erneut bei Amazon in Werne

    Am heutigen Montag ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten bei Amazon am Standort Werne dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Bis zum morgigen Dienstag wird der Arbeitskampf fortgeführt. Die Beschäftigten streiken weiterhin für eine Bezahlung nach den Tarifverträgen des Einzelhandels.

    Für die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, sind die Streiks gerade aufgrund des zunehmenden Stress in der Weihnachtszeit folgerichtig. „Amazon setzt darauf, dass die Beschäftigten in der Weihnachtszeit klaglos die Mehrbelastung und auch Überstunden in Kauf nehmen. Die im Tarifvertrag vorgesehenen Mehrarbeitszuschläge will das Unternehmen aber nicht bezahlen. Daher ist der Streik die Konsequenz aus der Verweigerungshaltung des Unternehmens.“

    Für Zimmer zeigt die Haltung von Amazon gegenüber gewerkschaftlichen Einfluss im Unternehmen, dass die Streiks Wirkung haben. „Amazon hat bereits zwölf Eil- und Klageverfahren angestrengt, um zu verhindern, dass ver.di die Amazon-Beschäftigten im Streik ansprechen und informieren kann. Diese Kosten würde das Unternehmen nicht in Kauf nehmen, wenn es keine Angst vor starken Gewerkschaften hätte.“ so Zimmer weiter.

    Für den in Werne zuständigen Gewerkschaftssekretär, Karsten Rupprecht, geht es bei den Streiks auch um die Würde der Kolleginnen und Kollegen: „Derzeit wird durch die Geschäftsführung wieder extrem viel Unruhe in das Unternehmen getragen. Streikende werden unter Druck gesetzt, sich nicht an den Arbeitskämpfen zu beteiligen. Doch für die Beschäftigten geht es darum ihre Rechte zu erkämpfen. Dafür haben sie höchsten Respekt und keine Ausgrenzung verdient.“

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