Landespressemitteilungen

    Berlin-Brandenburg

    23.02.2019

    Tarifrunde Länder: Warnstreik am 26. Februar in Berlin

    ver.di ruft zur Durchsetzung der Lohnforderungen die Beschäftigten in den Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes am Dienstag, dem 26. Februar 2019 zum ganztägigen Warnstreik auf. Das sind insbesondere die Berliner Kitaeigenbetriebe, die Jugendämter, samt Jugendfreizeiteinrichtungen, an den Schulen alle Beschäftigten in Schulhorten, insbesondere Erzieher/innen, Schulsekretär/innen und Schulhausmeister/innen, in der Justiz und im Justizvollzug Sozialarbeiter/innen zum Beispiel in der Bewährungshilfe sowie Sozialarbeiter/innen und Erzieher/innen in der Senatsverwaltung für Bildung.

    Die Streikenden versammeln sich um 8.30 Uhr auf dem Molkenmarkt, von dort startet gegen 10.00 Uhr eine Demonstration zum August-Bebel-Platz. Dort findet um 11.30 Uhr eine gemeinsame Kundgebung von ver.di und GEW statt. ver.di erwartet zur Kundgebung einige tausend Teilnehmende.

    „Die Beschäftigten in den Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes leiden besonders unter Personalmangel und der daraus resultierenden Arbeitsverdichtung“, sagt Anna Sprenger, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin. Die Situation vieler Beschäftigtengruppen in Berlin ist schwierig. Arbeitsberge türmen sich, Verantwortung verteilt sich auf zu wenige Schultern, Personalverstärkung ist auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden. Seit Jahren kämpfen Erzieher/innen und die Sozialarbeiter/innen für eine Aufwertung ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Dies ist dringend notwendig, um überhaupt junge Menschen dafür zu gewinnen, den Beruf zu erlernen.

    Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder am 6. und 7. Februar 2019 in Potsdam überdeutlich gemacht, dass sie jede etwaige strukturelle Verbesserung bei Eingruppierungen von Gegenforderungen abhängig machen. Sie wollen generelle Verschlechterungen im Eingruppierungsrecht und eine vollständige Gegenfinanzierung von strukturellen Verbesserungen in der laufenden Lohnrunde. „Damit würden alle Beschäftigen im öffentlichen Dienst der Länder mit geringeren Lohnerhöhungen dafür bezahlen, dass in einigen Berufsgruppen überfällige Verbesserungen finanziert werden“, sagt Astrid Westhoff, Tarifexpertin des ver.di-Landesbezirkes Berlin-Brandenburg, „dann wird aus der rechte Tasche rausgezogen, was in die linke Tasche reinkommt. Eine vollständige Gegenfinanzierung wichtiger Verbesserungen ist nicht diskutabel.“ Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) werden am 28. Februar/1. März 2019 fortgese tzt.

     

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