Landespressemitteilungen

    Bayern

    25.02.2019

    Deutsche Post und DHL Delivery - Für gemeinsamen Tarifvertrag

    Mit einer Aktion unter dem Motto „Ein Betrieb – ein Tarifvertrag: Schutzverträge für alle!“ werden am Donnerstag, den 28. Februar Betriebsräte von der Deutschen Post AG und der DHL Delivery gemeinsam gegen Verschlechterungen bei der Mitbestimmung in ihren Unternehmen protestieren. „Kein eigener Betriebsrat, aber weiterhin nicht im Haustarifvertragswerk der Post - das werden wir nicht hinnehmen. Für die Integration der Beschäftigten der DHL Delivery-Gesellschaften gibt es nur einen Weg: EIN Betrieb – EIN Tarifvertrag“, erklärte dazu der Leiter des Fachbereichs Postdienste bei ver.di Bayern, David Merck.

    Deswegen werden die Betriebsräte mit einer gemeinsamen Aktion den Postvorstand zu einer Umkehr auffordern am

    Donnerstag, den 28. Februar 2019, ab 11.15 Uhr
    DGB-Haus Nürnberg, Am Kornmarkt 5 - 7

    Die Aktion eignet sich gut zur Bildberichterstattung.

    Zum Hintergrund:
    2015 schuf die Deutsche Post AG mit der Gründung der DHL Delivery GmbHs eine Billigtochter und betrieb damit trotz des massiven Widerstands von ver.di die Flucht aus ihrem eigenen Haustarifvertrag. Drei Jahre später hat auch der Postvorstand erkannt, dass zwei Betriebe für ein und dieselbe Tätigkeit keinen Sinn bringen. Statt Rückführung in die Deutsche Post AG will der Postvorstand aber stattdessen das Konstrukt eines „gemeinsamen Betriebes“ zweier Unternehmen. Damit würden die Betriebsräte bei den DHL Delivery GmbHs untergehen, die Beschäftigten aber weiterhin nach dem in der Regel schlechteren Speditions- und Logistik-Tarifvertrag bezahlt werden – ohne Ausschluss betriebsbedingter Beendigungs- und Änderungskündigungen, ohne Ausschluss der Fremdvergabe, ohne Betriebsrente und andere tarifvertraglich gewachsene Regelungen für die Beschäftigten.

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    Hans Sterr
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