Landespressemitteilungen

    Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

    Leipzig, 9. März 2018

    Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Beschäftigte der Stadtverwaltung Rudolstadt und des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt zum Warnstreik aufgerufen

    Am Montag, 12. März 2018, werden sich ab 12 Uhr Beschäftigte aus der Stadtverwaltung Rudolstadt und dem Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt in Rudolstadt vor dem Rathaus zu einer Kundgebung zusammenfinden.

    Die zeitgleich stattfindende zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und den Partnergewerkschaften sowie den Vertretern von Bund und VKA soll mit dieser Aktion unterstützt werden.

    „Jetzt erwarten wir schon, dass uns die Arbeitgeber nicht wieder mit leeren Händen gegenübertreten. Sie sollten einen diskussionsfähigen Vorschlag auf den Tisch legen, der die Verhandlungen voranbringt“, erwartet Astrid Striehn, stellv. Geschäftsführerin des ver.di-Bezirkes Thüringen.

    „Die Mitarbeiterinnen in den Ämtern und Verwaltungen werden sehr genau beobachten, wie die Arbeitgeber auf unsere Forderungen eingehen. Hiervon hängt letztendlich die weitere Vorgehensweise zur Begleitung des Tarifkonfliktes ab“, so die Gewerkschafterin.

    Die zweite Verhandlungsrunde findet am 12./13.März in Potsdam statt.

    Das Forderungspaket im Einzelnen:

    Entgelterhöhungen
    - Die Tabellenentgelte der Beschäftigten sollen um 6,0 Prozent, mindestens aber um 200,-Euro monatlich erhöht werden
    - Die Entgelte der Auszubildenden und Praktikantinnen/Praktikanten sollen um 100,-Euro monatlich erhöht werden
    - Die Laufzeit der Regelungen soll 12 Monate betragen.
    - Der Nachtarbeitszuschlag im Besonderen Teil Krankenhäuser soll auf 20 Prozent angehoben werden.

    Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten
    - Die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen in Anlehnung an den TVAöD bzw. TVPöD tarifiert werden.
    - Die Vorschrift zur Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung soll wieder in Kraft gesetzt werden.
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    Jörg Förster
    Bereichsleiter Organisation
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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