Landespressemitteilungen

    Hessen

    Frankfurt, 01.04.2015

    Verzögerungen in der Brief- und Paketzustellung im Großraum Rhein-Main Postlerinnen und Postler streiken

    Die Gewerkschaft ver.di hat rund 1.000 Postbeschäftigte in Hessen für heute zum Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen sind insbesondere die Brief- und Paketzustellung in folgenden Städten und Gemeinden: Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden, Rüsselsheim, Hattersheim, Kelkheim, Bad Soden, Geisenheim, Rodgau, Hanau, Oberursel, Aschaffenburg, Weiterstadt, Höchst im Odenwald, Münster, Riedstadt, Bad Camberg, Idstein und Limburg.
    Dadurch werden zirka 1,5 Millionen Briefe und rund 70.000 Paketsendungen zunächst liegen bleiben.  

    Am Vormittag treffen sich die Streikenden zu einer Versammlung in Nied. Dort wird um 10.30 Uhr die stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende und Bundesfachbereichsleiterin Postdienste, Speditionen und Logistik, Andrea Kocsis, zu den Streikenden sprechen. Hintergrund des Streiks ist der Tarifkonflikt bei der Deutschen Post AG. ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die entsprechenden tarifvertraglichen Regelungen wurden zum 31. März 2015 gekündigt. Die erste Verhandlungsrunde vom 19. März endete ohne Angebot. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April in Berlin statt.

    Andrea Kocsis zum Streik heute: „Die ver.di-Mitglieder machen jetzt Druck. Wir erwarten vom Postvorstand ernsthafte und konstruktive Verhandlungen zu unserer Forderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Die Beschäftigten der Deutschen Post AG arbeiten hart und es ist unerträglich, dass sie von ihrem Arbeitgeber mit der Auslagerung von Arbeitsplätzen bedroht werden.“

    Die Deutsche Post AG hatte im Januar einseitig verkündet, sie werde neue Gesellschaften gründen und schrittweise die Paketzustellung auslagern. Dies betrachtet ver.di als den Bruch eines Vertrages, den die Sozialpartner zum Schutz vor Fremdvergabe abgeschlossen hatten. Außerdem sieht ver.di in der Neugründung die Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag.

    Informationen für die Redaktionen:
    Die Streikversammlung findet in der Saalbau Nied statt. Heinrich Stahl Str. 3, 65934 Frankfurt


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