Landespressemitteilungen

    Nordrhein-Westfalen

    Tarifrunde Öffentlicher Dienst der Länder Streiks an den Unikliniken in NRW Einladung zum Pressegespräch mit Streikenden am 12. Februar in Köln

    Nachdem in der zweiten Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes der Länder am 6. / 7. Februar keine Einigung erzielt werden konnte, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 12. Februar auch die Beschäftigten der sechs Unikliniken in NRW in den Warnstreik.

    „Bei guter Konjunkturlage und allgemein anerkanntem Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst ist es schon nicht mehr erklärbar, warum die Forderungen nach 6 Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 200,- Euro Erhöhung für alle Beschäftigten von den Arbeitgebern des Öffentlichen Dienstes zurückgewiesen werden.“, beschreibt Jan von Hagen, bei ver.di NRW für die Kliniken zuständig. „Absolut unverständlich ist die Verweigerung, die Entgelte für den Pflegebereich überproportional zu erhöhen, da hier der Gesetzgeber die Refinanzierung sicherstellt und diese Erhöhung den Arbeitgebern keine Mehrkosten bereitet. Die Beschäftigten haben diese Aufwertung verdient und werden unserem Aufruf zum Warnstreik am 12. Februar in großer Anzahl folgen, um vor der dritten Verhandlungsrunde ihre Wut und ihr Unverständnis für dieses Arbeitgeberverhalten zu unterstreichen!“, ist sich von Hagen sicher.

    Nach den intensiven Streiks für mehr Personal und Entlastung an den Unikliniken in Düsseldorf und Essen im vergangenen Jahr sind in dieser Entgelttarifrunde nun die Beschäftigten aller sechs NRW-Unikliniken zum Warnstreik aufgerufen.

    Einladung zum Pressegespräch / Streikdemo ab 12:00 Uhr

    Wir laden Sie recht herzlich zu einem Pressegespräch mit Streikenden aus den sechs Unikliniken ein, die im Rahmen des Warnstreiks mit Delegationen von den Unikliniken Münster, Essen, Düsseldorf, Bonn und Aachen die Streikenden der Uniklinik Köln vor Ort besuchen. Das Pressegespräch findet statt

    Am 12. Februar 2019
    Um 11:00 – 12:00 Uhr
    Im Sitzungsraum E 035, Gebäude 1
     Universitätsklinik Köln, Kerpenerstr. 68, 50937 Köln

    https://www.uk-koeln.de/uniklinik-koeln/lageplan-anfahrt/

    Die Gesprächsteilnehmenden werden aus verschieden Uniklinik-Berufsgruppen (Pflege, medizinisches Fachpersonal, …) stammen.

    Im Anschluss an das Pressegespräch, ab ca. 12:00 Uhr, werden die Streikenden eine Demonstration mit Auftaktkundgebung vor dem Haupteingang der Uniklinik Köln durchführen.

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen von 6 Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200,- Euro sowie zusätzlich 300,- Euro für die Pflegebeschäftigten. Ferner erwartet ver.di die Weiterentwicklung der Entgeltordnung verbunden mit strukturellen Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütung um 100,- Euro und die Übernahme nach der Ausbildung. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde über 3,3 Millionen Menschen betroffen.

    ver.di führt die Tarifverhandlungen als Verhandlungsführerin mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen werden in der dritten Runde am 28. Februar und 01. März 2019 in Potsdam fortgesetzt.