Landespressemitteilungen

    Berlin-Brandenburg

    Berlin, 01.04.2015

    Am 01. April 2015: Warnstreiks bei der Deutschen Post AG in Berlin und Brandenburg

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Berlin-Brandenburg ruft ca. 500 Beschäftigte der Brief- und Paketzustellung in ausgesuchten regionalen Standorten der Deutschen Post AG zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

    ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich, um den durch Vertragsbruch der Deutschen Post AG einseitig entzogenen Schutz vor Fremdvergabe für die Beschäftigten zu kompensieren.
    In der ersten Verhandlungsrunde am 19. März legte die Arbeitgeberseite kein Angebot vor. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April statt.
    Hintergrund des Tarifkonfliktes ist der Bruch des bis zum 31.12.2015 geltenden Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe von Zustellbezirken durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag.
    Anfang des Jahres hat die Deutsche Post AG mit dem Aufbau eines zweiten bundesweiten Netzes für die Paketzustellung begonnen und dafür bundesweit 49 Regionalgesellschaften DHL Delivery GmbH gegründet; in Berlin und Brandenburg gibt es drei Regionalgesellschaften.
    Den befristet beschäftigten Paketzustellern der Deutschen Post AG wurden ausschließlich Arbeitsverträge bei der DHL Delivery GmbH zu schlechteren Entlohnungsbedingungen angeboten. In Berlin und Brandenburg ist aktuell ein Drittel der Paketzusteller, das sind 400 von insgesamt 1.200 Kollegen,  von dem „unfreiwilligen“ Wechsel betroffen.

    Zwischen 08:30 und 09:30 Uhr treffen die Streikenden am heutigen Tag vor der Urania (Nähe Wittenbergplatz) ein, um dort (ab ca. 10:00 Uhr) eine Streikversammlung durchzuführen.

    Für inhaltliche Rückfragen:
    Benita Unger – ver.di-Fachbereichsleiterin Postdienste Berlin-Brandenburg (Tel. mobil:  0160 – 154 38 20)