Landespressemitteilungen

    Nordrhein-Westfalen

    06.11.2019

    Amazon Rheinberg Fortsetzung der Streiks in NRW

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten am Amazon-Standort Rheinberg dazu auf, vom Dienstagabend (05.11.2019) an die Arbeit niederzulegen. Nachdem in den vorangegangenen Tagen bereits der Standort Werne bestreikt wurde, wird die Arbeitsniederlegung in Rheinberg nun bis zum Ende der Spätschicht am Mittwoch fortgesetzt.

    „Gerade im Weihnachtsgeschäft spüren die Beschäftigten bei Amazon besonders deutlich, was es bedeutet, in einem tariflosen Unternehmen zu arbeiten“, erklärt die ver.di-Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer. „Auch in den nächsten Wochen werden wir uns offenhalten, ob wir erneut zum Streik aufrufen und damit das Weihnachtsgeschäft des Online-Riesen beeinträchtigen."

    Während Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen des Einzel- und Versandhandels 62,5 Prozent ihres monatlichen Entgelts als sogenanntes Weihnachtsgeld erhielten, würden die Beschäftigten bei Amazon mit 400 Euro abgespeist. Damit bekommen Beschäftigte, die mehr als zwei Jahre in dem Unternehmen arbeiten, mehr als 1.000 Euro weniger als tariflich vergütete Lageristen. „Gleichzeitig sind das Arbeitspensum und der Druck bei Amazon in dieser Zeit extrem hoch. Deshalb werden wir weiterhin gegen eine solche Behandlung der Beschäftigten vorgehen,“ so Zimmer.

    ver.di fordert die Anerkennung der Tarifverträge für den nordrhein-westfälischen Einzel- und Versandhandel. Amazon ist nicht tarifgebunden und weigert sich, mit ver.di über eine Tarifbindung zu verhandeln. In den letzten Jahren hat Amazon Lohnerhöhungen gewährt, die sich an den Tarifsteigerungen im Einzelhandel orientiert haben.

    Die Pressemitteilung steht Ihnen als Downloaddatei unter https://nrw.verdi.de/presse/pressemitteilungen  zur Verfügung.

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