Landespressemitteilungen

    Hessen

    18.02.2019

    Am Montag: Warnstreiks in Betrieben der Papierverarbeitung

    Vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am Dienstag, den 19. Februar in Berlin finden auch in Hessen weitere Warnstreiks statt.

    ver.di ruft die Beschäftigten mehrerer Betriebe am Montag, 18. Februar, zu überwiegend ganztägigen Warnstreiks in Hessen auf. Die Gewerkschaft rechnet mit insgesamt rund 500 Streikenden.

    Zum Streik aufgerufen sind unter anderem die Beschäftigten des Wellpappenherstellers DS Smith Packaging aus den Werken Fulda, Erlensee und Lahnau. Sie treffen sich am Montag, den 18. Februar zu einer gemeinsamen Streikkundgebung um 7:30 Uhr vor dem Werk in Erlensee an der Straße „Zum Fliegerhorst“ 1312 und anschließend um 9:00 Uhr zur Streikversammlung in der Erlensee-Halle (Am Rathaus 22 in 63526 Erlensee).

    Ebenfalls zu einer gemeinsamen Streikversammlung kommt es in Wiesbaden. Im ver.di-Haus in der Bahnhofstraße versammeln sich am Vormittag des 18. Februar streikende Kolleginnen und Kollegen der Firmen Constantia Ebert in Wiesbaden (Hersteller von bedruckten Folien), Deutsche Rondo Blei+Guba in Kelkheim, Hersteller von Faltschachteln und Kartonverpackungen) und A+R Carton in Kriftel (Hersteller von Faltschachteln).

    Ab 6:00 Uhr legen auch Beschäftigte der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain die Arbeit nieder. Ihnen folgen ab 12:00 Uhr die Kolleginnen und Kollegen des Smurfit Kappa-Werkes in Heppenheim.

    ver.di ist mit einer Forderung nach einer Lohnsteigerung um 6,0 Prozent und einer Erhöhung der Azubi-Vergütungen um einheitlich 90 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen, die bereits seit Oktober 2018 andauern. Hauptstreitpunkte sind das bisher zu geringe Lohnangebot der Arbeitgeber, die nach fünf Nullmonaten in zwei Stufen lediglich insgesamt 4,6 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten angeboten haben, und eine von den Arbeitgebern geforderte Öffnungsklausel. Sie soll es möglich machen, dass eine vereinbarte Tariflohnerhöhung nach fünf Nullmonaten betrieblich um weitere sechs Monate verschoben werden kann. Dies lehnt ver.di ab.

     

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