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    Paracelsus: ver.di fordert Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen

    Paracelsus: ver.di fordert Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen

    02.03.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt, dass das Amtsgericht Osnabrück am 1. März 2018 der Insolvenz in Eigenregie beim Paracelsus-Konzern zugestimmt hat. Damit ist der Weg für einen Neuanfang im Paracelsus-Konzern frei.

    Bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes fordert ver.di den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Den Beschäftigten müssten unter anderem Qualifizierungsmaßnahmen, konzerninterne andere Arbeitsstellen und Mobilitätshilfen bei Versetzungen angeboten werden. Überall im Konzern gebe es Personalbedarf.

    ver.di fordert die Sanierer auf, im Interesse von Patienten und Beschäftigten nur Investoren in die engere Auswahl zu nehmen, die sich langfristig und nachhaltig engagieren. Eine Filetierung des Konzerns lehnten die Beschäftigten ab. Man habe in den vergangenen Jahren durch Lohneinbußen zum Erhalt des Konzerns beigetragen, nun erwarte man einen fairen Umgang. „Aufgrund der Unsicherheiten im Rahmen der Insolvenz verlassen Beschäftigte den Konzern. Da braucht es klare Signale, sich auch künftig an die Tarifverträge zu halten“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Die Schließung der Klinik in Karlsruhe habe bereits zu viel Unruhe im Unternehmen geführt.

    Sollten bei der Auswahl der zukünftigen Eigentümer Investoren zum Zuge kommen, die für Tarifvertragsflucht und Lohndumping bekannt sind, wird ver.di nicht zögern, den Beschäftigten zu empfehlen, den Konzern zu verlassen. „Überall werden Fachkräfte gesucht. Ein neuer Eigentümer, der sich nicht an die Spielregeln hält, muss sich überlegen, wie er ohne das erforderliche Personal den Geschäftsbetrieb am Laufen halten will“, so Bühler.


    Für Rückfragen: Uwe Ostendorff, 0175/4318239

     

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