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    E.ON Urabstimmung: 91,4 Prozent stimmen für Streik

    E.ON Urabstimmung: 91,4 Prozent stimmen für Streik

    01.02.2013

    91,4 Prozent der Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Energiekonzern E.ON haben sich für einen Streik ausgesprochen. Damit wurde das notwendige Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen. Die Urabstimmung, die am 28. Januar eingeleitet wurde, ist am heutigen Freitagmorgen (1. Februar 2013, 6 Uhr) abgeschlossen worden. Der Streik soll ab Montag, dem 4. Februar aufgenommen werden.

    „Mit diesem Ergebnis haben die bei ver.di organisierten E.ON-Beschäftigten deutlich gezeigt, dass sie bereit sind für eine Entgelterhöhung, für die Übernahme von Auszubildenden sowie für die Verlängerung der Tarifbindung bei Ausgründungen zu kämpfen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott heute in Hannover. Die Beschäftigten würden sich nicht länger von den Arbeitgebern hinhalten lassen, die mit ihrer Verweigerungshaltung den Streik provoziert hätten. Auch das Signal eines Warnstreiks sei bei den Arbeitgebern nicht angekommen. Es habe bis zum Schluss kein verhandlungsfähiges Angebot gegeben. Die trotz der verbesserten Ertragslage des Konzerns vorgelegten 1,7 Prozent seien eine Zumutung, so Ott weiter. Für die Beschäftigten würde dieses eine reale Minus-Runde bedeuten.

    Die zuständige Tarifkommission hatte am 16. Januar das Scheitern der Verhandlungen erklärt, nachdem es auch in der dritten Verhandlungsrunde keinerlei Annäherung gegeben hätte.

    Bezüglich der Streikplanungen erklärte das ver.di-Bundesvorstands-mitglied, dass es ab Montag zu Streiks komme. Gestreikt werde sowohl im Bereich der Energieerzeugung als auch im Service- und Abrechnungsbereich. Fernwärmelieferungen würden jedoch aufrechterhalten, so dass Bürgerinnen und Bürger nicht befürchten müssten, dass sie im Kalten sitzen, betonte Ott. „Auch jetzt hat es E.ON in der Hand einen unbefristeten Arbeitskampf abzuwenden, sofern den Gewerkschaften zu allen Elementen abschlussfähige Angebote unterbreitet werden.“

    Die Tarifgemeinschaft Energie, in der ver.di und die IG BCE zusammengeschlossen sind, fordert für die rund 30.000 Beschäftigten und die Auszubildenden in den Unternehmen des E.ON-Konzerns Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent für ein Jahr. Die Gewerkschaften fordern außerdem verbesserte Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden sowie eine Verlängerung der vereinbarten Sicherung der Tarifbindung bei Ausgründung von Tochterfirmen. Auch hier verweigern sich die Arbeitgeber einer Einigung.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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