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    ver.di-Mitglieder stimmen Krisenvereinbarung bei Lufthansa zu – Beschäftigungsschutz bis März 2022

    07.12.2020

    Das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Lufthansa AG über eine Krisenvereinbarung für die ca. 35.000 Beschäftigten am Boden wurde in einer Mitgliederbefragung mit über 71 Prozent Zustimmung angenommen.

    „Die Beschäftigten haben sich mit breiter Zustimmung für eine gemeinsame Zukunft ausgesprochen und der zwischen ver.di und Lufthansa ausgehandelten Vereinbarung zugestimmt. Damit wird ein verbindlicher Beschäftigungsschutz bis Ende März 2022 erreicht, ebenso wie Perspektiven durch freiwillige Maßnahmen wie Altersteilzeit“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.

    Demgegenüber stünden Beiträge der Beschäftigten in Höhe von über 200 Millionen Euro. Diese umfassen unter anderem die Streichung von Sonderzahlungen und das Aussetzen von Lohnerhöhungen.

    „Für die Beschäftigungssicherung zahlen die Beschäftigten über alle Bereiche im Konzern hinweg einen hohen Beitrag. Die breite Zustimmung zu dieser Vereinbarung ist vor allem ein Votum zur Solidarität der Beschäftigten im Lufthansa Konzern, kein Vertrauensbeweis für das Unternehmen“, so Behle. Lufthansa sei in der Verantwortung, auch in der Krise für die Beschäftigten einzustehen und ihnen Sicherheit, Anerkennung und gute Arbeitsplätze zu gewährleisten. Ein Rückzug aus der sozialen Verantwortung sei nicht hinnehmbar.

    Die am 11. November 2020 getroffene Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Tarifparteien hatten in über zwanzig Verhandlungsrunden um ein Ergebnis gerungen. Lufthansa hatte zeitweise einseitig den Verhandlungstisch verlassen und war erst nach der Aufforderung, soziale Verantwortung zu übernehmen, zurückgekehrt.

     

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