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    Commerzbank-Umbau: ver.di fordert sozialverträgliche Lösungen …

    Commerzbank-Umbau: ver.di fordert sozialverträgliche Lösungen ohne betriebsbedingte Kündigungen

    11.02.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kommentiert die aktuellen Vor-haben der Commerzbank teils mit Zuversicht, teils mit Sorge: „Wir tragen die strategischen Ziele einer digitalen Neuausrichtung der Bank grundsätzlich mit, nicht jedoch den geplanten Personalabbau“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Die Stellenstreichungen müssten bis 2025 gestreckt werden, damit betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden könnten. „Um das zu erreichen, ist es auch notwendig, dass am Ende weniger als 10.000 Stellen wegfallen. Dafür werden wir uns einsetzen“, betonte Schmitz. Die Gewerkschaft habe die klare Erwartung, dass die Chefetage der Commerzbank den Beschäftigten entgegenkommt. „Denn auch eine neu aufgestellte Commerzbank braucht eine gute Zusammenarbeit mit Gewerkschaft und Betriebsräten und motivierte Beschäftigte“, so Schmitz.

    Es dürfe jedenfalls keinen Stellenabbau geben, „ohne dass vorher geklärt ist, ob die dementsprechende Digitalisierung und geänderte Infrastruktur diese Effekte überhaupt hergeben“, so der Gewerkschafter. Deswegen fordere ver.di, „dass alle personellen Maßnahmen oder auch Filialschließungen sowohl von den zugrunde-liegenden Beweggründen als auch von der Zeitschiene her mit den Arbeitneh-mergremien einvernehmlich besprochen werden“, sagte Schmitz.

    Die Commerzbank will bis ins Jahr 2024 10.000 Stellen streichen. Das wäre in der Kürze der Zeit in Deutschland jede dritte Stelle. Klare Regelungen dazu solle es bis zur Hauptversammlung Anfang Mai geben. ver.di und der Gesamtbetriebsrat wollen bis dahin sozialverträgliche Regelungen mit der Bank treffen.

     

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