Pressemitteilungen

    Skandal um Traumschiff – ver.di unterstützt Kapitän der „MS Deutschland“ …

    Skandal um Traumschiff – ver.di unterstützt Kapitän der „MS Deutschland“ juristisch

    30.10.2012

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Entlassung des Kapitäns der „MS Deutschland“ scharf und  gewährt ihm  juristischen Beistand, um ihn nach der fristlosen Entlassung durch die Reederei Deilmann in einem Rechtsstreit zu unterstützen.  
     
    Den Vorwurf von Illoyalität und Vertrauensbruch gegen den Kapitän wies ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle zurück. „Wenn es um die Belange der Besatzung und der Gäste ging, war Kapitän Andreas Jungblut derjenige, der sich ganz im Sinne der Reederei eingesetzt hat, um Schaden von ihr abzuwenden.“ Jungblut hatte sich im Juli dagegen gewehrt, das Schiff auszuflaggen, so dass sich die Reederei gezwungen sah, vom geplanten Flaggenwechsel Abstand zu nehmen, nachdem seine Kritik auch in der Öffentlichkeit Unterstützung fand.

    Zudem habe die Reederei die von der Mannschaft berechtigterweise eingeforderten Informations- und Beteiligungsrechte zur Weiterführung des Schiffes unter deutscher Flagge unterlaufen, obwohl die Geschäftsführung gegenüber der Gewerkschaft ver.di und der Besatzung eine entsprechende Kooperationsbereitschaft zugestanden habe.

    „Es gibt  keinerlei Spielraum, die Rechte der Besatzung in Frage zu stellen“, betont Christine Behle. „Wir werden alles unternehmen, die rechtlichen Ansprüche - vom Decksmann bis zum Kapitän - zu gewährleisten und juristisch zu sichern.“


    Für Rückfragen: Karl-Heinz Biesold 0177/388 96 36

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    Fax: 030/6956-3001
    E-Mail: pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle