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    Arbeitskampf bei DB Direkt: ver.di ruft zur Aktion „Gesicht zeigen“ …

    Arbeitskampf bei DB Direkt: ver.di ruft zur Aktion „Gesicht zeigen“ auf

    17.03.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bank Direkt GmbH am kommenden Donnerstag und Freitag zur Aktion „Gesicht zeigen“ auf. „Damit wollen sie zeigen, dass hinter den freundlichen Stimmen der ausgegliederten Call-Center-Beschäftigten der Deutschen Bank keine Roboter und Bots sondern echte Menschen stecken, die es verdient haben, fair bezahlt zu werden“, so ver.di-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz.

    Die Beschäftigten der DB Direkt befinden sich seit Ende Januar im unbefristeten Streik, weil ihnen eine faire Lohnerhöhung und die Finanzierung eines 13. Monatsgehalts durch den Arbeitgeber verwehrt wird. „Gleichzeitig wurden die Einkommen der Investmentbanker im letzten Jahr überdurchschnittlich angehoben und die Deutsche Bank beschäftigt jetzt 684 Einkommensmillionäre. Niemand versteht, dass für bestimmte Beschäftigtengruppen genug Geld da ist und schlecht bezahlte Angestellte der DB Direkt ein 13. Gehalt aus eigenen Mitteln finanzieren sollen. Die Beschäftigten verstehen das Arbeitgeberverhalten immer weniger“, so Schmitz, der im Bundesvorstand der Gewerkschaft für das Bankenwesen zuständig ist.

    Da der Streik Corona bedingt im Homeoffice stattfindet und nicht durch Streikversammlungen im Betrieb, wollen die Beschäftigten das stille Streiken am Donnerstag (18. März) mit Kundgebungen an beiden Standorten der Servicegesellschaft der Deutschen Bank mit sichtbaren Aktionen unterbrechen:

    Am Donnerstag mit einer Kundgebung von 11 h bis 12 h vor dem Gebäude der Deutschen Bank am Bismarckplatz in Essen.

    Am Freitag (19. März) mit einem Autokorso um 14.30 Uhr in Berlin ab dem Brandenburger Tor (Platz des 18. März). Die Abschlusskundgebung ist gegen 15.30 Uhr direkt vor dem Gebäude der Deutschen Bank an der Otto-Suhr-Allee 6 geplant.

    ver.di fordert für die Beschäftigten rückwirkend ab dem 1. April 2020 u.a. sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, sowie die Einführung eines 13. Gehaltes. Das nach vier ergebnislosen Verhandlungen vorgelegte Angebot der DB Direkt beinhaltet 1,5 Prozent Gehaltserhöhung ab dem 1. November 2020 und weiteren 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Ein 13. Gehalt soll aus Arbeitgebersicht stufenweise eingeführt werden (bis 2025 jeweils 100 Euro jährlich). Ein weiterer Aufbau danach soll durch Beiträge der Beschäftigten kompensiert werden.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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