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    ver.di fordert einheitliche Standards in der europäischen Stromproduktion

    ver.di fordert einheitliche Standards in der europäischen Stromproduktion

    19.09.2002

    "Wer darauf setzt, die Regeln des freien Warenverkehrs in Europa auszunutzen, um soziale Standards zu drücken und Umweltvorschriften auszuhebeln, der muss mit dem Widerstand aller Beschäftigten in allen Staaten der zukünftigen EU rechnen", erklärte Erhard Ott, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Vizepräsident des sozialen Dialogs in der europäischen Energiewirtschaft heute morgen in Budapest.

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 21 europäischen Staaten sind hier zusammengekommen, um sich heute und morgen zum Thema Stromliberalisierung und deren Auswirkung zu beraten.

    Ott wies darauf hin, dass es das grundlegende gemeinsame Interesse der Beschäftigten in den bisherigen EU-Staaten und den Beitrittsländern sei, einheitliche Standards für die soziale und ökologische Qualität der Stromproduktion zu schaffen. Es müsse die Chance genutzt werden, eine zukunftsträchtige, moderne und nachhaltige Unternehmenskultur für alle Staaten des zukünftigen Europa zu verankern und weiterzuentwickeln.

    Rund ein Viertel aller Arbeitsplätze in der Strom- und Gaswirtschaft der EU seien in den letzten Jahren seit der Marktöffnung verloren gegangen, betonte Ott weiter. Um in Zukunft Arbeitsplätze zu sichern und eine Liberalisierung im Schnelldurchgang abzuwehren, seien daher ein einheitlicher Weg und ein Erfahrungsaustausch dringend notwendig.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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