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    ver.di: Beiträge zur Krankenversicherung können sinken

    ver.di: Beiträge zur Krankenversicherung können sinken

    24.10.2002
    „Die Beiträge zur Krankenversicherung müssen nicht steigen, sie können sogar sinken“, erklärte Beate Eggert, Mitglied des Bundesvorstandes der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit derzeit vorherrschenden Einschätzungen. „Mit einer entschlossenen Gesundheitsreform, die schnell auf den Weg gebracht werden muss, können die Beiträge stabilisiert und längerfristig sogar gesenkt werden und das bei verbesserter Leistung für die Patientinnen und Patienten“, so Beate Eggert. Es müsse „endlich Schluss sein damit, den Arbeitnehmern immer wieder in die Tasche zu greifen“.
    Am teuersten sei es jedoch mit einfallslosen Kostendämpfungsmaßnahmen ohne Rücksicht auf Qualität und Effizienz zu sparen. So müssten qualitativ gute Leistungen auch weiterhin ausreichend finanziert werden.
    Eggert sprach sich dagegen aus, die Sozialversicherungssysteme auch künftig als finanzielle „Verschiebebahnhöfe“ zu missbrauchen. Dies sei erwiesenermaßen ein erfolgloses Rezept. Die Probleme würden dadurch verstärkt.
    Sie wies darauf hin, dass die Gesetzliche Krankenversicherung in der letzten Legislaturperiode durch die Absenkung der Bemessungsgrenzen für Bezieher von Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe und die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung Einnahmeausfälle von rund drei Milliarden Euro verkraften musste. Zuvor habe die Kohl-Regierung bereits 19 Milliarden Euro zu Lasten der Krankenversicherung verschoben. „Ein erneuter Griff in die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht zu verantworten“, erklärte Eggert. ver.di werde Ulla Schmidt bei der Abwehr der Begehrlichkeiten des Finanzministers unterstützen. „Einsparungen im Gesundheitssystem dürfen nicht dazu genutzt werden, Haushaltslöcher an anderer Stelle zu stopfen“, unterstrich Beate Eggert die ver.di-Position.


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