Pressemitteilungen

    Protest gegen Umzug der AOK nach Berlin

    Protest gegen Umzug der AOK nach Berlin

    11.11.2002

    -

    Gegen einen Umzug des AOK-Bundesverbandes von Bonn nach Berlin hat sich der Bundesfachbereichsvorstand Sozialversicherung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ausgesprochen. „Angesichts der äußerst angespannten Kassenlage der gesetzlichen Krankenkassen sind die enormen Kosten eines Umzugs vor den Beitragszahlern nicht vertretbar“, erklärte Jochen Berking, zuständiger Bundesfachgruppenleiter. Dieses Argument sei ernst zu nehmen, zumal der Bundesrechnungshof die Wirtschaftlichkeit zweier Standorte überzeugend bestätigt habe. „Mit großer Betroffenheit“ habe der ver.di-Fachbereichsvorstand zur Kenntnis genommen, dass der Verwaltungsrat des AOK-Bundesverbandes offensichtlich beabsichtige, binnen kurzer Frist den Umzug nach Berlin zu beschließen.

    „Ein solcher Schritt wäre ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht“, erklärte Jochen Berking. Im Berlin-Bonn-Gesetz sei Bonn als Standort für die Institutionen des Gesundheitswesens „unmissverständlich“ festgeschrieben. Zugleich löse ein solcher Schritt der AOK „den oft beschworenen Rutschbahneffekt“ aus, der bewirke, dass nicht nur die AOK-Mitarbeiter, sondern darüber hinaus mehrere tausend Mitarbeiter anderer Institutionen am Standort Bonn mit allen sozialen Folgen durch einen Umzug bedroht würden.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle