Pressemitteilungen

    Isolde Kunkel-Weber zu Florian Gerster und Wolfgang Clement

    Isolde Kunkel-Weber zu Florian Gerster und Wolfgang Clement

    19.02.2003

    -

    „Herr Gerster soll dafür sorgen, dass es in der Bundesanstalt vorwärts geht, statt über Deregulierung und Sozialabbau zu fabulieren“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber die jüngsten Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Florian Gerster, im Magazin Stern. Es herrsche nach wie vor große Verunsicherung bei den Beschäftigten darüber, wie der Umbau der BA laufen soll. So würden derzeit planlos Mitarbeiter aus allen möglichen Abteilungen zur Vermittlung herangezogen, ohne dafür ausgebildet zu sein und ohne dass klar wäre, wer deren ursprünglichen Aufgaben erledigen solle. Sie erinnerte Gerster daran, dass er angetreten sei, die Effizienz bei der BA zu steigern. „Davon ist bisher nichts zu merken“, so die Gewerkschafterin.

    Die Geisteshaltung, die sich hinter den Kürzungsplänen verberge, sei die gleiche wie bei Wolfgang Clement. „Auch hier legt einer wieder die alte Platte auf: Wenn es den Arbeitslosen nur schlecht genug geht, finden sie schon Arbeit“, sagte Kunkel-Weber. „Wenn Herr Clement von Zwangsarbeit für junge Menschen träumt, soll er doch mal sagen, wo die Arbeitsplätze sind, auf die er sie zwingen will.“ Das Bild vom Menschen, der es sich in den Nischen unserer Gesellschaft bequem macht, um auf Kosten der Allgemeinheit ein üppiges Leben zu führen, sei ein unwürdiger Umgang mit Millionen Langzeitarbeitslosen. Besonders in strukturschwachen Gegenden seien diese trotz engagierter Bemühungen oft völlig ohne Hoffnung, in absehbarer Zeit wieder eine Arbeit zu finden.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle