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    Galeria Kaufhof: Kein Durchbruch bei Verhandlungen

    Galeria Kaufhof: Kein Durchbruch bei Verhandlungen

    21.06.2018

    Bei den Vorverhandlungen über einen Sanierungs- und Beschäftigungssicherungstarifvertrag für Galeria Kaufhof hat es heute (21.6.) in Frankfurt noch keinen Durchbruch gegeben. Die Verhandlungskommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Vertreter der Unternehmensleitung konnten sich noch nicht abschließend auf ein Eckpunktepapier einigen, auf dessen Grundlage ein gemeinsam getragenes Sanierungskonzept für das angeschlagene Warenhausunternehmen mit seinen rund 17.000 Beschäftigten entwickelt werden soll.

    ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke sprach von „intensiven Verhandlungen, die von beiden Seiten mit dem ernsthaften Willen zu einer Einigung“ geführt worden seien. Der Gewerkschafter betonte, dass die Belegschaft für eine Beteiligung an der Sanierung des Unternehmens mit einer glaubwürdigen Neuausrichtung gewonnen werden müsse. Ver-loren gegangenes Vertrauen müsse wiederhergestellt werden.

    „Ein reines Kostensenkungsprogramm, bei dem die Arbeitnehmer zur Kasse gebeten werden und die Eigentümer sich einen schlanken Fuß machen, wird es mit ver.di nicht geben", so der ver.di-Verhandlungsführer. Die Kapitaleigner seien gefordert, mit den erforder-lichen Investitionen die Attraktivität des Kaufhauses für die Kunden wie-der zu steigern und das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Bei einer Sicherung der Arbeitsplätze und der Standorte seien die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft bereit, die Neuausrichtung zu unterstützen. Bei Galeria Kaufhof sind derzeit 16.838 Menschen beschäftigt (14.222 Vollzeitstellen). 2017 waren es noch 18.657 (15.379 Vollzeitstellen).

    „Die Verhandlungen sind schwierig, aber weiter auf einem guten Weg", sagte Franke. Die Gespräche werden am 29. Juni fortgesetzt. Beide Seiten streben an, bis Ende Juni ein geeintes Eckpunktepapier zustande zu bringen.

     

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