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    ver.di gegen Privatisierung der Pflegeversicherung

    ver.di gegen Privatisierung der Pflegeversicherung

    02.03.2003

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    "Die Urheber einer solchen Idee vergessen, dass sich die Arbeitnehmer durch Verzicht auf einen Feiertag diesen Versicherungsschutz teuer erkauft haben", erklärte Christian Zahn, für Sozialpolitik zuständiges Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), zu Berichten, die Rürup-Kommission wolle die Pflegeversicherung abschaffen und die Bürger sollten private Vorsorge betreiben. Der soziale Schutz durch die Pflegeversicherung sei unverzichtbar.

    Dem Gedanken einer Finanzierung aus Steuermitteln könne man hingegen nähertreten, hätten doch die Leistungen der Pflegeversicherung in den vergangenen Jahren auch den Steuerzahler von Sozialhilfeleistungen entlastet, so Christian Zahn. Eine Zusammenlegung mit der Krankenversicherung hingegen würde angesichts des unbefriedigenden Leistungsniveaus der Pflegeversicherung und des steigenden Leistungsbedarfs zu einer weiteren Anhebung der Krankenkassenbeiträge führen.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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