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    Bundesrat und Bundesregierung verantwortlich für die Vernichtung …

    Bundesrat und Bundesregierung verantwortlich für die Vernichtung von Arbeitsplätzen in den gesetzlichen Krankenversicherungen

    10.04.2003

    ver.di ruft zur Demonstration in Berlin auf

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisierte die Entscheidung des Vermittlungsausschusses des Bundesrates zur Deckelung der Verwaltungskosten bei den gesetzlichen Krankenkassen.
    „Damit werden tausende Arbeitsplätze massiv gefährdet“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber. „Die prognostizierte Einsparung in Höhe von 300 Millionen Euro wird erneut tausende Arbeitsplätze in den gesetzlichen Krankenkassen vernichten“, sagte Isolde Kunkel-Weber. „Wir fordern deshalb den Bundesrat auf, dem Ergebnis des Vermittlungsausschuss nicht zuzustimmen. Bundesrat und Bundesregierung entscheiden am Freitag (11.April) über die Vernichtung von mehreren tausend Arbeitsplätzen, gerade jüngere und auslernende Auszubildende werden anderenfalls ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Gesundheitsministerin ist in der vollen Verantwortung für mögliche betriebsbedingte Kündigungen und die Nichtübernahme der Auszubildenden nach der Ausbildung“, unterstrich Kunkel-Weber den Appell von ver.di.

    Die Verwaltungskosten in den Krankenkassen machten nur fünf Prozent der Gesamtausgaben aus. Selbst wenn die Hälfte der Beschäftigten entlassen würde, entstünde kein großer Entlastungseffekt. Die Politik solle stärker die Leistungsausgaben ins Blickfeld ihrer Politik nehmen, als auf Nebenkriegsschauplätze auszuweichen, merkte Kunkel-Weber an.

    Schon seit Jahren hätten die Kassen Personalabbau betrieben, um die Kosten im Verwaltungsbereich zu senken. Gerade die großen Versorgerkassen hätten bereits mehrere tausend Arbeitsplätze abgebaut. Dies sei in erheblichen Maße zu Lasten der Service- und Beratungsqualität für die Kranken und Versicherten gegangen, berichtete Kunkel-Weber.

    ver.di wird die Beschäftigten aus den gesetzlichen Krankenkassen am 17. Mai 2003 zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin aufrufen, um für die Sicherung der Arbeitsplätze und den Erhalt der gesetzlichen Krankenversicherung zu demonstrieren.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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