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    Probleme mit der Stromversorgung auch in Deutschland künftig …

    Probleme mit der Stromversorgung auch in Deutschland künftig möglich

    15.08.2003

    Probleme bei der Stromversorgung hält die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auch für Deutschland in Zukunft für möglich. Noch seien ausreichend Kraftwerke vorhanden, um auch Engpässe ausgleichen zu können. Noch seien auch die Netze in einem guten Zustand. Dennoch will ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott mittelfristig Schwierigkeiten nicht ausschließen. Wir beobachten derzeit mit Sorge, dass die Unternehmen im Wettbewerb dazu übergehen, Investitionen in die langfristige Versorgungssicherheit zugunsten kurzfristiger Orientierung auf niedrige Preise zurückzufahren.

    Alle Unternehmen führten umfangreiche Rationalisierungs- und Kostensenkungsprogramme durch, die mit erheblichem Stellenabbau verbunden seien. Kraftwerke seien stillgelegt worden. In den letzten zehn Jahren seien mehr als ein Viertel aller Arbeitsplätze in der Strom- und Gaswirtschaft eingespart worden, beschreibt Ott die Entwicklung. Will man großflächige Stromausfälle in Zukunft verhindern, dürfen die Unternehmen im Preiskampf nicht nur auf Verschleiß fahren, sagte Ott.

    Ott forderte die Politik auf, die Investitionssicherheit insbesondere für neu zu errichtende Großkraftwerke zu garantieren. Auch müssten bestehende Fördermechanismen wie das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz und das Erneuerbare Energien Gesetz weiterentwickelt werden. Für den Erhalt und den Ausbau der Versorgungsnetze müssten ausreichend Investitionsmittel zur Verfügung stehen. Dies erfordere, dass die neue Regulierungsbehörde politisch darauf verpflichtet werde, derartige Investitionen bei der Kalkulation der Energiepreise und der Netznutzungsentgelte in vollem Umfang anzuerkennen.

    ver.di fordere verlässliche politische Rahmenbedingungen für eine versorgungssichere und umweltfreundliche Energieversorgung. An erster Stelle, so Ott, steht die Sicherung des Energiestandortes Deutschland. Er erinnerte daran, dass in den nächsten 20 Jahren rund die Hälfte des deutschen Kraftwerkparks ersetzt werden müsse. Notwendig sei ein Energiekonzept, das ein abgestimmtes Mix von effizienten fossilen Kraftwerken und Anlagen mit erneuerbaren Energien vorsehe.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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