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    ver.di schafft Grundsätze für ein Energiekonzept

    ver.di schafft Grundsätze für ein Energiekonzept

    02.09.2003

    ver.di-Chef Frank Bsirske und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott haben Bundeskanzler Schröder, Bundeswirtschaftsminister Clement und Bundesumweltminister Trittin heute in einem Schreiben aufgefordert, mit ihnen in die Diskussion um ein energiepolitisches Gesamtkonzept einzutreten. Dieses Gespräch sollte auf der Basis energiepolitischer Grundsätze, die die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erarbeitet hat und die in dem oben genannten Schreiben skizziert werden, bald aufgegriffen werden.

    Durch Kraftwerkserneuerung und den politisch beschlossenen Kernenergieausstieg müsse bis 2020 mehr als die Hälfte des deutschen Kraftwerkparks erneuert werden, heißt es in dem Schreiben der Gewerkschaft. Die Richtlinien zur Beschleunigung der Liberalisierung der Strom- und Gaswirtschaft, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und der Handel mit Zertifikaten mit Treibhausgas-Emissionen seien weitere entscheidende Rahmenbedingungen, die die Zukunft der Energieversorgung nachhaltig beeinflussen würden. Daher sollten die notwendigen, in absehbarer Zeit zu treffenden Entscheidungen nicht zu einzelnen Teilfragen getroffen werden, sondern erst nach einem umfassenden Diskurs im Rahmen eines Energiekonzeptes für Deutschland.

    Kernpunkte der Grundsätze für ein Energiekonzept sind für ver.di die Diskussion eines Gesamtkonzeptes, die Erneuerung von Anlagen heimischer Energieträger wie Braun- und Steinkohle, um auf lange Zeit verlässlich Versorgungssicherheit zu gewährleisten, weiterhin der schonende Umgang mit Erdgas, Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Energien, die Sicherheit von Arbeitsplätzen sowie Investitionssicherheit für Unternehmen, aber auch das Erreichen der vereinbarten Klimaschutzziele.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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