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    Keine Nullrunde für Rentner

    Keine Nullrunde für Rentner

    13.10.2003
    Der im ver.di-Bundesvorstand für Sozialpolitik zuständige Christian Zahn widersprach den Forderungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), wonach Rentner in den kommenden drei Jahren keine Rentenerhöhung erhalten sollten: "Nicht die Rentner sondern die Unternehmer belasten die gesetzliche Rentenversicherung." Diese übten seit Jahren Druck auf ihre Beschäftigten aus, von den Möglichkeiten der Frühverrentung Gebrauch zu machen. Entgegen tarifvertraglicher Zusicherungen würden sie die so frei gewordenen Arbeitsplätze meist nicht wiederbesetzen. Damit trügen sie wesentlich zur schlechten Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung bei, da zu den Kosten für die Frühverrentung auch noch Beitragseinbußen kämen.

    "Es ist unverfroren, bei den Rentnerinnen und Rentnern nun noch weitere finanzielle Opfer einzufordern", sagte Zahn. "Sie sind doch diejenigen, die durch Einkommens- und Rentenverzicht vielfach die Sanierung von Unternehmen ermöglicht haben.“

    Die vom DIHK eingeforderte Entlastung der jungen Generation verkehre sich laut Zahn ins Gegenteil: Unterlassene Rentenanpassungen verminderten auch deren künftiges Rentenniveau.

    Pressekontakt

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