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    ver.di: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk Bestandteil unserer Demokratie

    ver.di: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk Bestandteil unserer Demokratie

    22.06.2012

    „Eine demokratische Gesellschaft braucht einen funktionierenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, erklärt Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Anlass ist der morgige UN-Welttag für den öffentlichen Dienst, zu dem die internationale Gewerkschaftsorganisation für Medien, Unterhaltung und Kunst (UNI MEI) zu einem Aktionstag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgerufen hat.* Es gelte, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken, vor allem im Internetzeitalter. „Manche glauben, dank des Internets sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk längst überflüssig geworden. Das Gegenteil aber ist der Fall“, konstatierte Werneke. Denn ein von der Allgemeinheit finanzierter Rundfunk garantiere auch im Netz Zugang zu seriösen Informationen, saubere Recherche und unabhängige Berichterstattung. Insofern sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Leuchtturm in der Informationsflut des weltweiten Netzes und gewährleiste verlässliche und hohe Standards, die es zu verteidigen gelte.

    „Wenn junge Leute das Internet als Informationsmedium Nummer eins nutzen, dann muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Angebote auf diese Nutzungsgewohnheiten ausrichten“, forderte der ver.di-Vize. „Hier dem öffentlich-rechtlichen Rund-funk Steine in den Weg zu legen, bedeutet, ihm die Zukunft zu verbauen“, warnte der Gewerkschafter. Schließlich gelte der öffentlich-rechtliche Auftrag auch im Internet.

    Dabei erinnerte er daran, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk kein Selbstzweck sei. „Der von uns allen durch Gebührengelder bezahlte Rundfunk hat einen klaren gesellschaftlichen Auftrag. Er soll uns mit unabhängigen Informationen versorgen, unsere Kultur und Bildung fördern, uns aber auch anspruchsvoll unterhalten“, so Werneke weiter. „Damit er diesem Auftrag gerecht werden kann, muss er auch auf den relevanten Plattformen vertreten sein, um wahrgenommen zu werden.“

     

    *Korrektur: In der ursprünglichen Fassung war fälschlich von einem "weltweiten UNESCO-Aktionstag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk" die Rede.