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    ver.di und EVG schließen Kooperationsvertrag im Verkehrssektor

    ver.di und EVG schließen Kooperationsvertrag im Verkehrssektor

    16.03.2012

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wollen ihre Zusammenarbeit im Verkehrssektor verstärken. Dazu unterzeichneten beide Gewerkschaften einen Kooperationsvertrag, in dem unter anderem tarifpolitische Ziele festgelegt wurden. „Die zukünftige engere Abstimmung und Kooperation in tarifpolitischen Fragen ist ein positives Signal für die Beschäftigten im Verkehrsbereich“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Nach der Gründung der EVG am 1. Dezember 2010 hatten beide Gewerkschaften beschlossen, einen entsprechenden Vertrag auszuarbeiten.

    Als Ziele definieren ver.di und EVG, gemeinsame soziale und tarifliche Mindeststandards festzulegen und umzusetzen. Branchen- und Flächentarifverträge sollen weiterentwickelt werden. Die Beschäftigungsverhältnisse im Verkehrssektor sollen verbessert, Lohn- und Sozialdumping verhindert werden. Um ihre tarifpolitischen Ziele abzustimmen, das gemeinsame Vorgehen und Mindeststandards festzulegen sowie tarifpolitische Strategien zu erarbeiten, sollen Tarifausschüsse gebildet werden. Primäres Ziel ist ein einheitliches Tarifniveau im Straßenpersonenverkehr eines Bundeslands. „Die vorgesehenen Ausschüsse sorgen für ein abgestimmtes Vorgehen und große Transparenz“, erklärt der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner.

    Zugleich legten ver.di und EVG fest, welche Gewerkschaft in welchem Betrieb die Federführung in tarifpolitischen Themen und die Gesamtverantwortung hat. Hierfür wurden sämtliche Unternehmen, in denen es bislang Doppelzuständigkeiten gibt, erfasst und bewertet. Nunmehr ist geregelt, wie sich das Organisationsfeld gestaltet und in welchen Fragen die EVG bzw. bei welchen Themen ver.di verantwortlich zeichnet. „Mit diesen Festlegungen gestalten wir die Zukunft, schaffen logische Verantwortlichkeiten und sorgen so für die bestmögliche Interessenvertretung der abhängig Beschäftigten“, unterstrichen beide Vorstände.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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