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    Deutscher Schauspielpreis: ver.di-Preis „Starker Einsatz“ geht an die Regisseurin Barbara Rohm und die Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir

    14.09.2018

    Zwei starke Frauen sind am Freitagabend (14. September) in Berlin bei der feierlichen Gala des Deutschen Schauspielpreises mit dem ver.di-Preis „Starker Einsatz“ ausgezeichnet worden. Der Preis ging an die Regisseurin Barbara Rohm und die Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir. „Beide haben auf ihre Weise die Räume zu nutzen verstanden, die die MeToo-Debatte geöffnet hat“, heißt es in der Begründung der sechsköpfigen Jury.

    Barbara Rohm, schon seit 2014 im Vorstand des vormals als Pro Quote Regie und heute als Pro Quote Film bekannten Frauennetzwerkes, war zusammen mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) treibende Kraft beim Aufbau der überbetrieblichen Vertrauensstelle „Themis“ für die Film-, Fernseh- und Theaterbranche. An die Vertrauensstelle können sich Betroffene von sexueller Belästigung und Gewalt in Zukunft wenden.

    Dass Qualität allein sich eben nicht durchsetzt, wenn es selten Möglichkeiten des Sich-Beweisens gibt, ist seit langem bekannt und eines der Hauptargumente für den regulativen Effekt einer Quote. Birgit Gudjonsdottir, eine der wenigen erfolgreichen Kamerafrauen, wollte solche Möglichkeiten für ihre Kolleginnen erweitern und hat deswegen im Jahr 2017 ein Netzwerk für Kamerafrauen gegründet, die Cinematographinnen Deutschland.

    Beide Künstlerinnen haben in diesem Jahr einen starken Einsatz für den geforderten Kulturwandel in der Branche gezeigt. Ein solcher Kulturwandel kann zwar durch Debatten angestoßen werden, aber er muss von entschieden handelnden Menschen durchgesetzt werden. Dafür braucht es einen langen Atem, insbesondere dann, wenn sich die öffentliche Aufmerksamkeit wieder auf andere Themen richtet. Letztlich geht es darum, dass den Worten Taten und den Taten Veränderungen folgen.

    Der Preis „Starker Einsatz“, für den Filmschaffende, Schauspielerinnen und Schauspieler Vorschläge einreichen, wird von der FilmUnion der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft gemeinsam mit dem Bundesverband Schauspiel verliehen. Er setzt die Reihe des ver.di-Filmpreises fort, die 1964 mit dem in Hamburg gestifteten Fernsehpreis der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft begann. Der ver.di-Preis wurde im Rahmen der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises im Berliner Zoo-Palast überreicht.

     

     

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