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    Spitzengespräch abgelehnt: Amazon verhindert Lösung des Tarifkonflikts …

    Spitzengespräch abgelehnt: Amazon verhindert Lösung des Tarifkonflikts Amazon will von Beschäftigten Flexibilität – Beschäftigte reagieren mit flexiblen Streiks und Aktionen

    03.04.2014

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält auch nach der Absage eines Spitzengesprächs zur Lösung des Tarifkonflikts durch die Amazon-Geschäftsführung an seiner Forderung nach einer Tarifbindung für die Beschäftigten des weltgrößten Onlineversandhändlers fest.

    „Ich habe Herrn Kleber, dem Deutschlandchef von Amazon, ein Spitzengespräch vorgeschlagen, um gemeinsam den Versuch zu machen, unsere Standpunkte, Positionen und Gedanken für eine Lösung des bestehenden Konfliktes im Sinne der Beschäftigten auszutauschen. Es ist unverständlich und zeugt von fehlendem Respekt vor den Beschäftigten, dass die Geschäftsführung von Amazon in ihrem Antwortschreiben darauf beharrt, dass sie nicht mit uns über die Tarifbindung sprechen will“, betonte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.

    Damit sei eine große Chance vertan, den seit fast einem Jahr bestehenden Konflikt um eine Tarifbindung endlich gemeinsam zu lösen. Amazon verweigere seinen Beschäftigten nach wie vor tarifvertraglich geschützte und verbindliche Einkommens- und Arbeitsbedingungen, wie sie in einem Tarifvertrag geregelt sind.

    „Die sehr guten Leistungen der Beschäftigten in den Versandzentren verdienen Anerkennung und Wertschätzung. Doch statt auf existenzsichernde Standards durch Tarifbindung als Zeichen von Wertschätzung setzt Amazon auf das Prinzip der Freiwilligkeit und Arbeitgeberwillkür und verlangt obendrein von den Menschen eine extrem hohe Flexibilität – nun bekommt Amazon Flexibilität bei Streiks und Aktionen. Die Beschäftigten des Amazon-Standortes Leipzig haben am vergangenen Montag mit einem ersten Streik in diesem Jahr den Anfang gemacht. Dabei wird es nicht bleiben, denn wir halten an unserem Ziel – der Tarifbindung – fest und werden gemeinsam mit den Beschäftigten auch in den kommenden Monaten für dieses Ziel kämpfen“, unterstrich Nutzenberger.