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    Tarifrunde Sana Kliniken AG: Gutes Ergebnis für bundesweit rund 8.500 Beschäftigte

    16.09.2020

    In der Tarifrunde bei der Sana Kliniken AG haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeber auf ein Ergebnis geeinigt. Danach gibt es für alle Beschäftigten deutliche Einkommenszuwächse, und die Entgelte der Beschäftigten in der Pflege steigen im Durchschnitt auf das Niveau der Entgelte im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), der in kommunalen Krankenhäusern gilt. „Die betrieblichen Aktionen der Kolleginnen und Kollegen in den letzten Wochen haben erheblich dazu beigetragen, dass wir Kernforderungen der Beschäftigten in dieser Tarifrunde durchsetzen konnten“, sagte Sylvia Bühler, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für das Gesundheitswesen. „Gerade auch die deutliche Anhebung der Entgelte in der Pflege war überfällig, die je nach Eingruppierung und Beschäftigungszeit zwischen 6 und 18 Prozent beträgt.“ Die ver.di-Tarifkommission berät am 24. September 2020 über das Ergebnis; die ver.di-Verhandlungskommission hat das Tarifergebnis einstimmig zur Annahme empfohlen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis 31. Mai 2022.

    Verhandelt wurde für die bundesweit rund 8.500 Beschäftigten, die in den 16 Sana-Kliniken arbeiten, die unter den Konzerntarifvertrag fallen. Insgesamt hat Sana rund 35.000 Beschäftigte (inklusive Service-Töchter) und 53 Kliniken, von denen zehn den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) anwenden.

    Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis folgende Regelungen vor: Für die Monate von Juni bis Dezember 2020 erhalten alle Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung von 650 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig). Zum 1. Januar 2021 wird eine Pflege-Tabelle in den Akut-Krankenhäusern eingeführt, die den betroffenen Beschäftigten ein Erreichen des TVöD-Niveaus zwischen 96 und 103 Prozent bringt. Alle anderen Tabellenentgelte werden zum 1. Januar 2021 um 3,5 Prozent angehoben. In den Reha-Kliniken wird die Pflege-Tabelle zum 1. Januar 2022 eingeführt. Zudem werden alle Tabellenentgelte zum 1. Januar 2022 um weitere 2,5 Prozent angehoben. Auszubildende erhalten eine Einmalzahlung von 215 Euro, im nächsten und übernächsten Jahr bekommen Auszubildende jeweils 50 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich hat ver.di eine Mitgliedervorteilsregelung erreicht, die bis zu zwei weitere freie Tage für ver.di-Mitglieder garantiert.

     

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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