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    Warnstreiks bei Vattenfall vor dritter Verhandlungsrunde

    Warnstreiks bei Vattenfall vor dritter Verhandlungsrunde

    18.01.2011

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten bei Vattenfall vor der dritten Verhandlungsrunde, die am 21. Januar in Berlin stattfindet, zu Warnstreiks aufgerufen. Am Donnerstag, dem 20. Januar, wird es daher in Berlin, Hamburg und in der Lausitz zu Aktionen und Arbeitsniederlegungen kommen.

    In den bisherigen zwei Verhandlungsrunden hätten die Arbeitgeber von Vattenfall Europe keine konkreten Angebote gemacht und seien nicht auf die Gewerkschafts-Forderungen eingegangen, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. „Mit ihrem ignoranten Verhalten haben die Arbeitgeber Warnstreiks provoziert“, betonte Ott. „Damit droht eine Zuspitzung des Tarifkonflikts bei Vattenfall.“ Er forderte die Arbeitgeberseite auf, in der dritten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen. ver.di fordert für die rund 20.000 vom Tarifvertrag betroffenen Beschäftigten im Konzern Vattenfall Europe lineare Erhöhungen der Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Neben dem Konflikt in der aktuellen Vergütungsrunde gehe es ver.di auch um eine positive Zukunft des Unternehmens und der damit verbundenen Sicherung der Arbeitsplätze und der Einkommen, erklärte Ott. Das schwedische Management ignoriere den notwendigen regionalen Bezug des deutschen Energiegeschäftes und beziehe Führungskräfte, Beschäftigte und Betriebsräte nicht ein. Des Weiteren würden die Mitarbeiter mit Ankündigungen von strategisch teuren und sinnlosen Abspaltungen, Ausgliederungen und Verkäufen bedroht. Dagegen würden sich die Beschäftigten gemeinsam mit ver.di wehren. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott ist bei der Aktion in Berlin am 20. Januar als Redner vorgesehen. Die Protestaktion beginnt um 8 Uhr vor der ehemaligen Hauptverwaltung von Vattenfall in der Puschkinallee 52, in Berlin-Treptow. Für allgemeine Rückfragen: Volker Stüber (0170/5621559) Für Rückfragen zur Berliner Aktion: Hartwig Willert (0170/5748530

    Pressekontakt

    Christoph Schmitz
    ver.di-Bundesvorstand
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