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    ver.di fordert: Fortum muss alle Karten auf den Tisch legen

    ver.di fordert: Fortum muss alle Karten auf den Tisch legen

    13.06.2019

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) teilt die massive Kritik der Betriebsräte des Energiekonzerns Uniper an dem Verhalten des finnischen Großaktionärs Fortum, der knapp 50 Prozent an dem Kraftwerksbetreiber hält, der aus dem Eon-Konzern hervorgegangen ist.

    „Es muss Schluss sein mit dem Versteckspiel“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt. Die Unruhe bei den Beschäftigten wirke sich mittlerweile so negativ aus, dass einige Führungskräfte bereits das Unternehmen verlassen hätten und andere sich nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten umsehen würden. „Dafür trägt der Hauptaktionär mit seiner völlig nebulösen Strategie die Verantwortung“, so Scheidt weiter.

    Fortum müsse jetzt darlegen, welche Ziele und Strategien sie für die weitere Geschäftsentwicklung von Uniper verfolge. „Fortum muss endlich alle Karten auf den Tisch legen“, fordert der Gewerkschafter. Für ihn stehe unmissverständlich fest: „Ohne Garantien für die weitere Unabhängigkeit des Unternehmens, den vollständigen Erhalt aller bestehenden Geschäftsbereiche und der Absicherung der Arbeitsplätze werden wir keine Ruhe geben. Fortum muss begreifen, dass eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung von Uniper nur zusammen mit den Beschäftigten, den Betriebsräten und Gewerkschaften gelingen kann und nicht gegen sie.“

    ver.di will bereits in Kürze direkt mit Fortum über die aus gewerkschaftlicher Sicht wichtigen Punkte Gespräche führen. „Wir waren und sind immer gesprächsbereit, weil wir ein unmittelbares Interesse haben, dass sich Uniper gerade jetzt im Rahmen der Energiewende in Deutschland und Europa erfolgreich weiterentwickeln kann“, erklärt Scheidt.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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