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    ver.di übt heftige Kritik an angekündigter Massenentlassung der Sana Kliniken AG im Service-Bereich

    27.04.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert heftig die Ankündigung einer Massenentlassung der Sana Kliniken AG in der DGS pro.service GmbH. Bis Ende dieses Jahres sollen alle Geschäftsbereiche außer der Reinigung geschlossen und damit mehr als 1.000 Beschäftigte entlassen werden. „Beschäftigten im Gesundheitswesen zu kündigen, ist für sich genommen schon ein Unding. Das auch noch mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie zu tun, schlägt dem Fass den Boden aus“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Hier sollen Menschen von einem profitablen Klinik-Konzern vor die Tür gesetzt werden, die in den letzten Monaten tatkräftig mitgeholfen haben, den Krankenhausbetrieb am Laufen zu halten. Ein funktionierendes Krankenhaus ist Teamarbeit und besteht aus weit mehr Beschäftigtengruppen als Ärzten und Pflegefachpersonen.“

    „Mit solchen Maßnahmen verkomme die vielbeschworene Wertschätzung von Beschäftigten im Gesundheitswesen zu einer hohlen Phrase“, so Bühler weiter. „Wir fordern den Sana-Vorstand auf, diese Maßnahme sofort zu stoppen.“

    Die Sana DGS pro.service GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sana Immobilien Service GmbH und damit Teil der Sana Kliniken AG. Sie ist an allen 53 Standorten der Sana Kliniken AG tätig. Neben der Unterhaltsreinigung der Sana Kliniken gehören auch Stationsassistenz, Hol- und Bringedienste, Pforten und Sicherheitsdienste zum Portfolio. Das Unternehmen hat rund 3.000 Beschäftigte, die Mehrheit davon in Teilzeit. Von der jetzt angekündigten Teilbetriebsschließung, die bis spätesten zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein soll, sind mehr als 1.000 Beschäftigte betroffen. Geschlossen werden sollen alle Bereiche außer der Reinigung.

    Die angekündigte Maßnahme der Sana-Kliniken AG zeige den dringenden umfassenden Reformbedarf im Gesundheitswesen, so Bühler. „Es reicht nicht an einzelnen Schräubchen zu drehen, das löst - wie dieser Fall wieder einmal deutlich macht - eine Kettenreaktion aus. Krankenhauspolitik muss sich an der bestmöglichen Versorgung kranker Menschen ausrichten und nicht an wirtschaftlichen Interessen.“ ver.di fordere seit langem, dass ein Krankenhaus eine Belegschaft haben müsse. Die immer weitergehende industrielle Zersplitterung schade nicht nur den Beschäftigten, sondern gefährde auch die Patientenversorgung, wenn nicht mehr Hand in Hand gearbeitet werden könne.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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