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    Gagenerhöhungen bis acht Prozent für 25.000 Filmschaffende tarifiert …

    Gagenerhöhungen bis acht Prozent für 25.000 Filmschaffende tarifiert „Booster für Einkommen kurzbefristet Beschäftigter“

    25.11.2021

    Mit einem Erfolg für die etwa 25.000 Filmschaffenden in deutschen Filmproduktionen ist die Gagen-Tarifrunde für die Branche beendet worden. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband Produzentenallianz haben sich nach zwei Verhandlungen in München auf eine zweistufige Erhöhung der Wochengagen um 50 Euro ab 1. Januar 2022 und weiteren 35 Euro ab 1. April 2023 geeinigt. Innerhalb der Laufzeit von 24 Monaten wachsen die Gagen zum Beispiel von Assistentinnen und Assistenten in unterschiedlichen Berufen (1075 Euro pro Woche) um acht Prozent an. Der erste Erhöhungsschritt führt im Durchschnitt aller Berufe und ihrer Gagenhöhen zu einer Steigerung über vier Prozent.

    „Mit den Festbetragserhöhungen erreichen wir für Filmschaffende mit niedrigeren Wochengagen besonders starke Einkommenssteigerungen. Unsere Kolleginnen und Kollegen in Auftragsproduktionen mit kurzen Beschäftigungszeiten brauchen angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten diesen Booster für ihr Einkommen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

    „Mit den starken Gagenerhöhungen haben wir in den Verhandlungen mit der Produzentenallianz die passende Antwort auf die schwierigen Arbeits- und Rahmenbedingungen der Branche gefunden“, sagte von Fintel. Nach dem abgeschlossenen Kurzarbeits-Tarifvertrag 2020 für die Phase der Stilllegung von Dreharbeiten und mit den seit September 2021 geltenden Verbesserungen bei den Arbeits-, Ausgleichs- und Ruhezeiten sei der Tarifabschluss die dritte wichtige Säule für die Arbeitsbedingungen in Filmproduktionen.

    Vereinbart wurde weiter, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe von ver.di und der Produzentenallianz ab dem nächsten Jahr über Veränderungen in der Systematik der Gagentabelle und einzelner Berufsbilder berät. Dabei wird es auch um die Integration von neuen Berufsbildern wie Script Supervisor gehen.

     

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    Günter Isemeyer
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