Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Deutsche Bank-Tochter KEBA spitzen sich zu – Weiter keine Einigung in Sicht

Pressemitteilung vom 29.03.2023

Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Servicetochter der Deutschen Bank „KEBA - Gesellschaft für interne Services mbH“ stocken. „Die Arbeitgeberseite ist weiterhin nicht bereit, ein angemessenes Entgelt zu zahlen. Das können wir nicht akzeptieren und verstärken nun die Arbeitskampfmaßnahmen“, so Verhandlungsführer Kevin Voß nach Beratungen mit der Tarifkommission. Daher ruft ver.di am 30. und 31. März erneut zu einem zweitägigen Warnstreik auf.

Die Arbeitgeber hätten sich seit ihrem Angebot in der zweiten Runde nicht bewegt, trotz tagelanger Streiks. Sie bieten den 500 Beschäftigten eine Lohnerhöhung in zwei Schritten an, die noch nicht einmal die Inflation ausgleicht: Zum 1. Mai 2023 durchschnittlich 6 Prozent und zum 1. Juli 2024 3,2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 33 Monaten. „Es geht um 500 Beschäftigte, die ohnehin schon sehr wenig verdienen – die meisten knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn. Für sie muss die Deutsche Bank jetzt aufgrund der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise dringend etwas tun. Es ist beschämend, dass sie als reiches Mutterhaus die Beschäftigten am Hungertuch nagen lassen will“, kritisiert der Gewerkschafter. Auch die angebotenen Einmalzahlungen des Arbeitsgebers änderten nichts am Kaufkraftverlust für die kommenden knapp drei Jahre, so Voß.

ver.di fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung des Einstiegsstundenlohns auf 15 Euro (heute 12 Euro) und entsprechende Steigerungen in den weiteren Gehaltsstufen. Außerdem fordert ver.di die Erhöhung der Jahressonderzahlung auf ein volles 13. Gehalt (derzeit 350 Euro).

Der Warnstreik beginnt am Donnerstag um 0 Uhr. Die Beschäftigten werden sich um 10 Uhr zu einer Kundgebung direkt vor dem Gebäude der KEBA Gesellschaft im sächsischen Schkeuditz versammeln. „Das wird die Deutsche Bank empfindlich treffen. Deshalb hoffen wir noch immer, dass das Mutterhaus einlenkt. Denn an anderen Stellen sitzt das Geld deutlich lockerer. Hier wäre es aber aus sozialer Verantwortung für die Beschäftigten dringend notwendig den Beschäftigten entgegen zu kommen“, mahnte der ver.di-Verhandlungsführer.

 

Pressekontakt

Daniela Milutin
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
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Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de 

 
 

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