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    Tarifrunde T-Systems: Kein Angebot, kein Fortschritt - ver.di …

    Tarifrunde T-Systems: Kein Angebot, kein Fortschritt - ver.di kritisiert Mauertaktik der Arbeitgeber

    16.05.2018

    Im Tarifkonflikt zwischen der T-Systems und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist die dritte Verhandlungsrunde für die rund 11.000 Tarifbeschäftigten am Dienstagabend vorzeitig beendet worden. "Solange die Arbeitgeberseite mauert, macht es für uns keinen Sinn, die Verhandlungen fortzusetzen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Michael Jäkel. Daher sei auch die für nächste Woche geplante vierte Tarifverhandlungsrunde abgesagt worden. Diese sei nun für Anfang Juni in Aussicht gestellt worden.

    Die Arbeitgeber weigerten sich in der dritten Verhandlungsrunde, ein Angebot vorzulegen. Statt dessen versuchten sie, Themen der Tarifrunde mit der geplanten "Neuausrichtung" der T-Systems zu verknüpfen. Parallel zur Tarifrunde finden derzeit Erörterungsgespräche zwischen den Arbeitgebern, den Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsräten, den Betriebsratsgremien und ver.di über die von den Arbeitgebern geplante "Neuausrichtung"
    der T-Systems statt. Ausgangspunkt der Gespräche war, dass ver.di die arbeitgeberseitig geplante Zerschlagung der T-Systems ablehnt. Der Ausgang der Gespräche ist ungewiss.

    "Das aktuelle Arbeitgeberverhalten provoziert und lässt vollkommen offen, wie eine Einigung in der laufenden Tarifrunde aussehen kann", kritisierte ver.di-Verhandlungsführer Jäkel. "Wir erwarten endlich ein einigungsfähiges Angebot. Die arbeitgeberseitigen Versuche, eine Neuausrichtung der T-Systems zu Lasten der Kollegen und Kolleginnen durchzuführen, lehnen wir entschieden ab."

    Die nun entstandene Verhandlungssituation wird ver.di in den zuständigen Gremien bewerten und das weitere Vorgehen festlegen. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die tarifgebundenen Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

     

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