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    Beschäftigte bei der ING erhalten ab September ein eigenes Weiterbildungsbudget durch ver.di-Tarifvertrag

    04.09.2020

    Die rund 4.000 Beschäftigte der Direktbank ING (Internationale Nederlanden Groep) in Deutschland erhalten ab September 2020 ein tarifvertraglich vereinbartes, individuelles Weiterbildungsbudget in Höhe von 500 Euro jährlich. „Das ist einmalig in der Bankenbranche und zeigt die Richtung auf in einer Arbeitswelt, die im digitalen Umbruch ist und in der lebenslanges Lernen für die Beschäftigten ermöglicht werden soll“, sagte der für Banken zuständige Bundesfachgruppenleiter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Jan Duscheck, der den Zukunftstarifvertrag mit ING ausgehandelt hat.

    Das Weiterbildungsbudget kann von den Beschäftigten jährlich für Weiterbildungsangebote abgerufen oder über mehrere Jahre angespart werden. Außerdem wurde bei der ING eine Weiterbildungsplattform (Learn-ING) errichtet, die Zugang zu einem breiten Weiterbildungsangebot von etablierten Bildungsträgern anbietet. Dort können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ihre individuellen Weiterbildungskosten im Rahmen ihres Weiterbildungsbudgets abrechnen.

    Der ab September gültige und vor einem Jahr ausgehandelte Tarifvertrag zwischen ver.di und der ING ist zunächst auf drei Jahre befristet. Danach wollen die beiden Tarifvertragsparteien die Erfahrungen gemeinsam auswerten und über eine Weiterführung und Weiterentwicklung entscheiden. Bisher ist das tariflich vereinbarte Weiterbildungsbudget in dieser Form einmalig in der Bankenbranche. Es ergänzt die bestehende tarifvertragliche Regelung zwischen ver.di und der ING zu Stipendien.

    Aus Sicht von ver.di zeigen die beiden Tarifvertragsparteien damit, wie mit innovativen Ansätzen die Arbeitswelt der Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann. „Ein tragfähiges Geschäftsmodell und gute innovative Arbeitsbedingungen sind kein Widerspruch. Von Investitionen in die Weiterbildung profitieren Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen“, betont Duscheck.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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