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    Erfolg für ver.di: Rahmensozialplan bei der Commerzbank und betriebsbedingte Kündigungen vom Tisch

    07.05.2021

    Nach monatelangen Verhandlungen ist es dem Gesamtbetriebsrat der Commerzbank zusammen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gelungen, einen Rahmensozialplan für die Belegschaft der ins Trudeln geratenen Bank durchzusetzen. Dieser sieht mehrere Instrumente vor, um den vorgesehenen Beschäftigtenabbau abzufedern und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

    Im Ergebnis können Beschäftigte bis zum Geburtsjahrgang 1968 acht Jahre lang in Altersteilzeit oder für sieben Jahre in den Vorruhestand gehen. Für „Veränderungswillige“ ist eine Sprinterprämie von 60.000 Euro vorgesehen sowie eine interne Qualifizierung auf die neuen Aufgaben. Daneben sind auch Abfindungsangebote möglich. „Damit ist die Transfergesellschaft vom Tisch, betriebsbedingte Kündigungen de facto nicht mehr möglich und es wird jetzt wichtig darauf zu achten, dass nicht zu viele Beschäftigte zu schnell gehen wollen und wir die restliche Belegschaft nicht überlasten“, so Christoph Schmitz, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes und dort für Banken zuständig.

    Grundlage für diese jüngsten Verhandlungsergebnisse ist der Anfang des Jahres von ver.di durchgesetzte Strategiewechsel im Aufsichtsrat der Commerzbank. Es bleiben nun deutlich mehr Filialen erhalten als ursprünglich von Arbeitgeberseite vorgesehen: Statt 200 Filialen bleiben nun mindestens 450 Filialen der Commerzbank erhalten. Für die Beschäftigten bedeutet das: Es werden in Deutschland deutlich weniger Stellen abgebaut: 7.600 statt der geplanten 12.800. Auch bei den digitalen Beratungscentern konnte sich ver.di durchsetzen; statt dreien wird es bundesweit nun zwölf von ihnen geben, und sie werden nicht in tariflose Töchter ausgelagert, sondern bleiben Bestandteil der Commerzbank.

    Bereits 2019 hatte der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank sowohl weitreichende Regelungen zur mobilen Arbeit als auch zur Gefährdungsbeurteilung abgeschlossen, um sowohl die Belastungen im Blick zu haben als auch die Arbeit zu den Menschen zu bringen und nicht umgekehrt.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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