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    ver.di kritisiert Konzeptlosigkeit und Stellenabbau bei TUIfly trotz Staatshilfen

    05.06.2020

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verurteilt den vom TUI-Konzern angekündigten Personalabbau scharf. „Die Beschäftigtenstellen und die Flotte nahezu halbieren zu wollen und dabei gleichzeitig 1,8 Milliarden Euro staatlicher Unterstützung zu beziehen, ist ein doppelter Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, betont Marian Drews, für TUIfly zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di. „Ein gleichzeitiges Finanzieren des Flotten- und Personalabbaus mit Millionensummen aus den Staatsgeldern – was bei der damit einhergehenden unwiederbringlichen Ausgliederung von Stabsfunktionen auf die Zerschlagung der deutschen TUIfly hinausliefe - stellt den Sinn und Zweck dieser Hilfen schon im Grundsatz in Frage.“

    ver.di werde mit allen der Gewerkschaft zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Beschäftigten und deren tarifliche Standards an Bord, in der Technik, am Boden sowie in der Verwaltung zu schützen. Personalabbauszenarien und Standortschließungen würden zwar Einmaleffekte erzeugen, woran es aber fehle, sei ein nachhaltig gesichertes Konzept für die Airline.

    Ohne gesichert zu wissen, wie sich der Markt für die Ferienflieger (Leisure-Carrier) entwickele, seien diese Schritte nicht nachvollziehbar. „Der Verdrängungswettbewerb in der gesamten Luftverkehrsbranche zeigt hier seine nächsten Auswüchse. Gerade gut tarifierte und gut geregelte Arbeitsverhältnisse müssen dauerhaft geschützt werden,“ erklärt Drews.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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